Wie versichert man einen Freizeitpark?

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Eine Achterbahn evakuieren oder Tausende Menschen im größten Freizeit-Park Deutschlands vor dem Feuer retten. Can de Haan muss sich als Sicherheitschef des Europa-Parks mit solchen Szenarien auseinandersetzen. Im Interview mit dem GDV-Magazin Positionen erklärt er, was wirklich gefährlich ist und welchen Versicherungsschutz man braucht.

Man muss schon schwindelfrei für den Job sein. Seit drei Jahren ist Can de Haan Sicherheitschef des Familienunternehmens und hat mit 27 Jahren bereits viel erlebt. „Im Ernstfall muss man da hoch, etwa wenn ein Zug stecken bleibt. Sind wir bei einem Bewerber nicht sicher, laufen wir mit ihm im Vorstellungsgespräch mal nach oben.“

Am 26. Mai 2018 stiegen dunkle Rauchwolken über dem Gelände im südbadischen Rust auf. Ein Feuer brach im Bereich der Attraktion Fjord-Rafting aus – und zerstörte die beliebten „Piraten in Batavia“ komplett. Am Tag nach dem Unglück öffnete der Park, als sei nichts gewesen. Dabei richtete der Großbrand einen Millionenschaden an. „Der Brand war schon ein Ereignis, das uns emotional sehr mitgenommen hat. Von der Sicherheit her war es ein standardisierter Ablauf. Alle Notfallpläne haben perfekt funktioniert, kein einziger Besucher wurde verletzt“, betont Can de Haan im GDV-Magazin Positionen. Der gesamte Park musste nach und nach geräumt werden. „Attraktionen in sicherer Entfernung durften erst mal weiterfahren. So konnten wir Panik vermeiden und alle sicher rausbringen.“

Die Polizei geht von einem technischen Defekt als Ursache aus – die Versicherung wird wohl den Schaden begleichen. Wie versichert man eigentlich einen Freizeitpark dieser Größe? „Versicherungstechnisch ist eine Achterbahn nichts anderes als ein Gebäude. Da gibt es bauliche Vorgaben, Brandschutz, alles. Neuplanungen stimmen wir immer sehr eng mit unserem Versicherer ab, um präventiv möglichst viele Risiken auszugeschließen. Kommen wir gemeinsam zu dem Schluss, wir sollen die Sprinkleranlage im Wartebereich um zwei Meter verlängern, dann machen wir das“, erklärt Can de Haan. Ohnehin hält er den Park für sehr sicher, viel gefährlicher sei für ihn die Anfahrt auf der Autobahn.

Autor: VW-Redaktion

Ein Kommentar

  • Liebe Kollegen,
    zum einen schlecht recherchiert – und die Frag WIE versichert man einen solchen Park bleibt unbeantwortet. Der Artikel ist leider nur heisse Luft.

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