Schweiz: Krankenkassenbetrug durch „betrügerischen und skrupellosen Vermittler“

Schweiz. Quelle: Bild von pasja1000 auf Pixabay

Bei den Nachbarn in der Schweiz sorgt ein neuer Vermittlerskandal für mediale Aufmerksamkeit. So soll eine Vermittlerfirma Kunden mit gefälschten Unterschriften bei einer Krankenkasse ab- und bei einer anderen angemeldet haben. Das Ziel: Provisionen für abgeschlossene Verträge zu kassieren.

Allein bei der Groupe Mutuel sind laut einem Bericht des Schweizer Mediums 20min mehrere solche Fälle bekannt. Dabei habe man festgestellt, dass das betroffene Unternehmen „die erforderlichen Qualitätsanforderungen nicht erfüllt“, wird Unternehmenssprecher Serkan Isik zitiert. „Es gab Fälle von Unterschriftenfälschung. Daher haben wir den Zusammenarbeitsvertrag per September aufgelöst und ein Strafverfahren eingeleitet“, betonte Isik weiter.

Im vorliegenden Fall seien sowohl Privatpersonen als auch Krankenkassen durch einen „betrügerischen und skrupellosen Vermittler“ zu Schaden gekommen. Entsprechend zustande gekommenen Kündigungen und Vertragsneuabschlüsse seien demnach nichtig. Zudem verfüge die versicherte Person weiterhin über die volle Deckung beim ursprünglichen Versicherer.

Für die Kunden ist dies hingegen nur ein schwacher Trost: „Damit die Urkundenfälschung bewiesen ist, muss ich Anzeige erstatten und die Ermittlungen abwarten. Das kostet Zeit und ist mühsam“, wird eine betroffene Kundin zitiert. Ob alle bereit sind, diesen Schritt zu gehen, bleibt abzuwarten.

Autor: VW-Redaktion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

vier × 1 =