Stadt pfändet Mops: Besitzerin klagt auf 20.000 Euro Schadenersatz

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„Ein Leben ohne Mops ist zwar möglich, aber sinnlos“, wusste schon der berühmte Loriot. Ein Mops namens „Edda“ sorgt nun bei der Stadt Ahlen für eine öffentliche Affäre – und für eine handfeste juristische Auseinandersetzung vor dem Landgericht Münster.

Was war passiert? Eine Hundeliebhaberin hatte vor einem Jahr über das Auktionsportal Ebay einen Mops namens „Edda“ ersteigert. Das Problem: Das Tier war von der Stadt Ahlen bei einer Schuldnerin gepfändet worden. Ein Vollzugsbeamter hatte die Hündin später im Netz als gesund angepriesen, eine Polizistin aus Wülfrath bei Wuppertal hatte ihn dann für 690 Euro erstanden.

Nun fühlt sich die Dame allerdings über’s Ohr gehauen, da die Hündin mehrfach operiert werden musste und Medikamente benötigte. Zudem will die Hundebesitzerin den Kaufpreis und Tierarztkosten für den Hund erstattet bekommen. Außerdem solle geklärt werden, ob die Pfändung überhaupt zulässig war, berichtet die Online-Ausgabe der Landeszeitung.

Die Stadt Ahlen scheint die Klage jedenfalls gelassen zu sehen. So habe man bei der Pfändung und dem Verkauf zwar rechtmäßig gehandelt, hieß es aus der Verwaltungsspitze. Allerdings sei die Nutzung des privaten Ebay-Kontos eines Mitarbeiters ein Fehler gewesen. Ein Urteil steht zwar noch aus.

Hundeexperten sind sich beim Mops jedenfalls sicher: „Der Mops ist kein normaler Hund, das sieht man auf den ersten Blick: Er ist eine Mischung aus andalusischem Kampfstier, Marzipanschwein und Weißwurst. Er passt zu psychisch stabilen Menschen, die sich nicht daran stören, dass ihr bester Freund schnarcht, grunzt, haart und mit völligem Selbstverständnis immer den besten Platz auf dem Sofa für sich beansprucht, charakterstarken Menschen, die keinen Designerhund als Ablenkung von der eigenen Unzulänglichkeit benötigen. Der Mops ist kein Modehund, er ist ein Klassiker. Kaum eine Hunderasse ist so häufig in der Kunst festgehalten worden, wie der Mops. Der Mops ist kein Hund – er ist eine Lebenseinstellung.“

Autor: VW-Redaktion

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