AfW fordert Verschiebung der FinVermV

Frank Rottenbacher. Quelle: Andreas Klingberg für AfW Berlin

Der Bundesverband Finanzhdienstleistung AfW fordert eine Verschiebung der Verordnung über die Finanzanlagenvermittlung (FinVermV). Streitpunkt ist das geplante alternativlose Taping – also die geplante Aufzeichnungspflicht von telefonischen Beratungsgesprächen und elektronischer Kommunikation.

„Wir fordern die Bundesregierung auf, ihrer eigenen Sichtweise zu folgen und das alternativlose Taping aus dem FinVermV-Entwurf zu streichen oder die Verabschiedung der FinVermV so lange aufzuschieben, bis über diese MiFID-Regelung in Brüssel erneut beraten wurde. Taping ist ein Bürokratie- und Datenschutzmonster, was niemand möchte und niemand braucht. Die FinVermV ist nun bereits ein Jahr und neun Monate zu spät dran. Da führt eine erneute Verschiebung bei den Finanzanlagenvermittlern auch zu keinen weiteren Problemen“, begründet AfW-Vorstand Frank Rottenbacher die Forderung des Verbandes.

Der Verband hatte schon im Vorfeld die vorgesehenen Aufzeichnungspflichten von Telefongesprächen kritisiert. „Die Implementierung eines solchen Aufzeichnungssystems würde für Gewerbetreibende mit erheblichen Kosten und administrativem Mehraufwand verbunden sein, denen kein nennenswerter Vorteil für die Kunden gegenübersteht. Außerdem besteht die Gefahr, dass viele Gewerbetreibende zukünftig telefonische Dienstleistungen überhaupt nicht mehr anbieten, weil sie die Kosten scheuen oder schlicht nicht tragen können. Die vorgesehene Regelung ist zudem nicht von einer Ermächtigungsgrundlage gedeckt“, so der Verband in einer früheren Stellungnahme. 

Autor: VW-Redaktion