Von 151 bis 878 Prozent: Welche Versicherer mit hohen Solvenzquoten überzeugen

Europäische Versicherer weisen solide Solvency-Quoten auf. (Bildquelle: OpenClipart-Vectors/Pixabay)

Die Ratingagentur Assekurata hat erneut die aufsichtliche Solvenzquote von 51 Versicherungsgruppen untersucht. Dabei sei die Spannweite der SCR-Quoten laut Analyse durchaus enorm: Diese reicht von 151 Prozent bis 878 Prozent. Der Zinsanstieg sorgt für Bewegung im Ranking.

Demnach habe sich allein 2021 der Median bei den Solvenzquoten um 50 Basispunkte von 239 Prozent auf 289 Prozent erhöht, während die Minimalwerte bei der aufsichtlichen SCR-Quote wenig Bewegung zeigen – der Rückgang basiert hier im Wesentlichen auf der Entwicklung bei einer Gesellschaft. Hatten hier 2020 noch vier Gesellschaften einen Wert unter 100 Prozent ausgewiesen, war dies 2021 lediglich bei einer Gesellschaft der Fall. Einen Grund dafür sieht Assekurata vor allem im Zinsanstieg, der bereits Ende 2021 eingesetzt habe. Für das Gesamtjahr 2022 rechnet Assekurata-Geschäftsführer Reiner Will in einem aktuellen Blog-Beitrag mit weitere steigenden Solvenzquoten – insbesondere bei Lebens- und Krankenversicherern.

Die niedrigsten Solvenzquoten weisen u.a. auf, die ADAC-Gruppe, Continentale, Wertgarantie, Deutsche Rück, Bayerische oder die Axa. Die höchsten SCR-Quoten seit 2017 melden SDK, LV 1871, Universa, VPV, Ideal, Münchener Verein oder die Stuttgarter.

Übersicht der Solvenzquoten (Bildquelle: Assekurata)

In der unteren Gruppe würden sich die Kennzahlen im Untersuchungszeitraum 2021 zwischen rund 150 Prozent und 220 Prozent bewegen, damit liegen diese deutlich über der Untergrenze von 100 Prozent, konstatiert Will weiter. In der oberen Gruppe liegen die Werte laut Untersuchung zwischen rund 400 Prozent und 900 Prozent. In dieser Gruppe sei 2021 vor allem auch ein Anstieg der Quoten erkennbar.

Autor: VW-Redaktion

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