Mercer: Entlastung beim Rechnungszins sorgt für sinkende Pensionsverpflichtungen

Die Pensionsvermögen der DAX-Konzerne sind im dritten Quartal 2021 weiter gestiegen. Quelle: Bild von Steve Buissinne auf Pixabay

Die Pensionsverpflichtungen der DAX-40-Unternehmen sind im Jahr 2021 von 434,8 Mrd. Euro um etwa 23 Mrd. Euro auf etwa 412 Mrd. Euro gesunken. Ein wesentlicher Grund dafür ist die Entlastung beim Rechnungszins. Dies geht aus einer aktuellen Analyse von Mercer hervor.

Den Hauptgrund für den Rückgang sieht das Unternehmen in den versicherungsmathematischen Gewinnen in Höhe von 21 Mrd. Euro, die vor allem auf die Erhöhung des Rechnungszinssatzes zurückzuführen seien. „Das Zinsniveau hat sich auch im Jahr 2021 sehr volatil entwickelt. Im Vergleich zum extrem niedrigen Zinssatz zum Ende des Jahres 2020 hat sich der Zins schließlich deutlich erholt“, erläutert Thomas Hagemann, Chefaktuar von Mercer Deutschland.

Im gleichen Zeitraum stieg das Pensionsvermögen im DAX 40 von 281,2 Mrd. Euro um etwa 18 Mrd. Euro auf etwa 299 Mrd. Euro. Der Vorjahreswert für den DAX 30 lag bei 265,2 Mrd. Euro. Der Deckungsgrad der Pensionsverpflichtungen hat sich hingegen durch die Erweiterung des DAX kaum geändert. Für den DAX 40 (in der heutigen Zusammensetzung) lag er im Vorjahr bei gut 64 Prozent. Als Folge der Entlastungen beim Zins und der guten Kapitalmarktentwicklung ist der Deckungsgrad auf über 72 Prozent gestiegen.

Die deutlichste Änderung bei der Zusammensetzung des DAX sieht Mercer in der Erweiterung im September 2021 auf 40 Titel. Die meisten der neu hinzugekommenen Unternehmen haben nur geringfügige Pensionsverpflichtungen. Herausstechende Ausnahme ist Airbus mit 23 Mrd. Euro DBO und 13 Mrd. Euro Pensionsvermögen (Stand Ende 2020). Die restlichen Einzelwerte liegen jeweils unter einer Mrd. Euro. Daneben gab es allerdings auch reguläre Änderungen: Im März 2021 hat Beiersdorf den DAX 30 zugunsten von Siemens Energy verlassen, im Oktober ist Beiersdorf zulasten Deutsche Wohnen wieder in den DAX 40 aufgenommen worden.

Autor: VW-Redaktion

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