PwC: Versicherer setzen zunehmend auf Clouds

Die Versicherer wollen auf Cloud-Lösungen setzen. Quelle: Bild von Tumisu auf Pixabay

Cloud-Lösungen scheinen bei den Versicherern zusehends im Trend zu liegen. Wie eine aktuelle Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) zeigt, erwarten 58 Prozent der befragten 90 IT-Entscheider:innen der Branche, dass die Cloud-Nutzung von Versicherern in den nächsten zwei Jahren steigen wird, insbesondere bei größeren Instituten.

Derzeit setzen 61 Prozent der deutschen Versicherer auf Cloud-Lösungen. Weitere 31 Prozent wollen ab dem kommenden Jahr ihre IT-Architektur in Cloud Computing-Umgebungen verlagern. Nach Einschätzung der Befragten wird die Relevanz der Technologie sowohl für die Branche (58 Prozent) als auch für die eigenen Versicherungsunternehmen (43 Prozent) innerhalb der kommenden fünf Jahre zunehmen.

Die größten Herausforderungen für einen Umzug in die Cloud sehen die IT-Verantwortlichen derzeit in unklaren regulatorischen Anforderungen (47 Prozent) und der Gefahr von Compliance-Verstößen (45 Prozent). Knapp die Hälfte der Versicherer (47 Prozent) verwendet eine Private Cloud über den unternehmenseigenen Server, gefolgt von Hybrid (27 Prozent) und externen Public Cloud-Lösungen (24 Prozent). Am häufigsten werden Software as a Service-Modelle eingesetzt (42 Prozent).

„Bei der Nutzung von Cloud sollte ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung der regulatorischen Vorgaben gelegt werden, da die Sicherheit der Daten in der Cloud sowie die Verantwortung der Einhaltung von Compliance-Anforderungen bei dem Topmanagement der Versicherungen verbleibt“.

Dirk Klevenhaus, Partner bei PwC Deutschland

Bislang nutzen Versicherer Cloud-Lösungen hauptsächlich in der Bestandsverwaltung (55 Prozent), im Customer Relationship Management (CRM) und im Schaden-Leistungsmanagement (je 42 Prozent). Aus Sicht der Befragten lohnt sich die Umstellung auf die Cloud vor allem bei mobilen Lösungen (42 Prozent), im CRM (40 Prozent) und bei Office-Anwendungen (38 Prozent). Zu den Hauptvorteilen einer Cloud zählen die befragten Manager:innen eine höhere Flexibilität (78 Prozent) sowie eine verbesserte Sicherheit, Verfügbarkeit und zusätzliche Support-Funktionen (76 Prozent).

Dabei rückt laut Studie auch das Thema Compliance immer mehr in den Vordergrund: 65 Prozent haben bereits eine Übersicht über alle regulatorischen Anforderungen erstellt. Allerdings haben erst 40 Prozent obligatorische Vertragsklauseln für Cloud-Services festgeschrieben – etwa für Vereinbarungen über den Ort der Datenverarbeitung (91 Prozent) und das Recht des Versicherungsunternehmens, Cloud-Dienstleister zu prüfen (82 Prozent).

„Insbesondere im Bereich Public Cloud besteht bei der strategischen Einbettung von Cloud Computing-Diensten noch Nachholbedarf im Versicherungswesen. Viele Versicherer haben das Thema strategisch nicht oder lediglich in Teilen berücksichtigt“, sagt Sven Kilz, Partner bei PwC.

Autor: VW-Redaktion

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