Dread-Disease: Wie man Personalressourcen qualifiziert absichern kann

Harald Rosenbrger. Quelle: Nürnberger

Die Dread-Disease-Versicherung hat sich in den letzten 20 Jahren als wichtiges Vorsorgeinstrument zur Absicherung schwerer Krankheiten auf dem deutschen Versicherungsmarkt etabliert. Allerdings können mit einer Dread-Disease-Versicherung nicht nur Privatkunden, sondern mit einer Keyperson-Versicherung insbesondere mittelständische Unternehmen angesprochen werden. Von Harald Rosenberger.

Vor allem in dieser Zielgruppe ist der Bedarf einer qualifizierten Absicherung von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen, und damit von wertvollen Personalressourcen, in den letzten Jahren signifikant gestiegen. Die Gründe für diese Entwicklung sind dabei schnell auszumachen. So werden die von einer steigenden Lebenserwartung und einem seit 1972 durchgängigen Geburtenunterschuss katalysierten demografischen Verwerfungen von den Belegschaften in den Unternehmen nachgezeichnet.

Neben der Überalterung der Belegschaften müssen sich die Unternehmen auch dem Problem von fehlenden Nachwuchskräften stellen. Vor allem für Klein- und mittelständische Unternehmen kann daher ein krankheitsbedingter Ausfall einer Führungskraft der Entwicklungs-, Personal- oder Vertriebsabteilung zu einem nachhaltigen Störfall mutieren.

Vor allem langjährige Mitarbeiter/-innen, die vielleicht schon während oder nach ihrer Ausbildung in ein Unternehmen eingetreten und mit diesem gewachsen sind, verfügen über Detailkenntnisse z.B. des operativen Geschäfts, die sich ein Nachfolger erst über Jahre hinweg aneignen muss.

Der längere oder auch vollständige Ausfall einer Keyperson in einer der Schaltzentralen infolge einer schweren Krankheit oder Tod kann für das Unternehmen einen nachhaltigen Einbruch bedeuten. So kann das Unternehmen im ersten Schritt seine Wettbewerbsfähigkeit oder sogar seine über Jahre hinweg mühsam aufgebaute Poleposition auf dem Markt verlieren. Einbrüche von konkurrierenden Firmen, Umsatz- und Gewinneinbußen und im Worst Case eine Herunterstufung der Kreditwürdigkeit sind dann die möglichen Folgen.

Hinzukommen die unter Umständen sehr hohen Kosten für Personalleasing, einen Head Hunter und eine gegebenenfalls erforderliche Fremdvergabe von Aufträgen. Auch der Imageschaden, der in so einem Szenario droht, darf nicht unterschätzt werden.

Natürlich muss nicht jede schwere Erkrankung zu einem dauerhaften Ausfall einer Keyperson führen. Allerdings, und dies sollte unbedingt berücksichtigt werden, kann die schrittweise Wiedereingliederung eines Mitarbeiters nach einer schweren Erkrankung mehrere Monate in Anspruch nehmen. Ein Zeitraum, in dem der Mitarbeiter mit seiner Arbeitskraft dem Unternehmen nur stundenweise zur Verfügung steht. Auch dieser Kostenfaktor sollte in die Schadenberechnung einfließen und bei der Bemessung der Versicherungssumme berücksichtigt werden.

Zu den schweren Erkrankungen, die einen dauerhaften oder längerfristigen Ausfall zur Folge haben können, zählen neben Krebserkrankungen, der Herzinfarkt und auch der Schlaganfall. Allerdings hat die aktuelle Covid-19-Pandemie weitere Krankheitsbilder, wie z.B. eine schwere Einschränkung der Lungenfunktion oder auch neurologische Funktionsstörungen, in den Fokus gerückt. Zudem sind vor allem Führungskräfte der Einkaufs- und Vertriebsabteilungen regelmäßig auf Dienstreisen, sodass auch Wegeunfälle zu einem Ausfall der Mitarbeiter führen können.

Bereits heute können viele Ausbildungs- und Arbeitsplätze nicht mehr besetzt werden. Die deutschen Unternehmen haben seit Jahren ein eklatantes Nachwuchsproblem. Der War for Talents ist schon lange entbrannt und die wertvollen Personalressourcen der Unternehmen müssen gepflegt und geschützt werden. Selbstverständlich kann mit der Versicherungsleistung aus einer Keyperson-Versicherung der erkrankte oder verstorbene Mitarbeiter nicht ersetzt werden.

Aber die in Folge des Ausfalls eines Leistungsträgers zu verbuchenden Umsatz- und Gewinneinbußen sowie die Kosten für die Gewinnung und Ausbildung eines qualifizierten Nachfolgers können mit der ausbezahlten Versicherungssumme gepuffert oder im Idealfall sogar vollständig bedeckt werden. Personelle Störfälle in den Schlüsselpositionen eines Unternehmens müssen im Interesse der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit so schnell wie möglich beseitigt werden. Eine qualifizierte Keyperson-Versicherung kann hierzu einen wichtigen Beitrag leisten.

Autor: Harald Rosenberger, Vorstand der Nürnberger Lebensversicherung AG

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