Erwerbsminderungsrente: Mehr als 42 Prozent der Anträge werden abgelehnt

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Wie viele Leistungsanträge auf Berufsunfähigkeit sind tatsächlich erfolgreich? Laut einer Anfrage der Linken an die Bundesregierung, stieg die Zahl der abgelehnten Anträge von rund 143.000 im Jahr 2019 auf 154.000 im Jahr 2020. Mehr als 42 Prozent der Menschen, die wegen Berufsunfähigkeit in Rente wollten, seien im vergangenen Jahr mit ihrem Antrag gescheitert.

Laut einem Bericht der Deutschen Presseagentur (dpa) unter Berufung auf die Deutsche Rentenversicherung seien jedoch 185.000 Beiträge bewilligt worden. 26.000 Anträge wurden auf sonstige Weise erledigt, etwa durch Rücknahme des Antrages. Dabei gebe es für eine Ablehnung aber mehrere Gründe. Wer mindestens fünf Jahre in der Rentenversicherung versichert ist, davon die letzten drei mit Pflichtbeiträgen. Oft herrsche bei der Beurteilung der gesundheitlichen Verfassung der Antragsteller kein Einvernehmen mit der Rentenversicherung, so die Nachrichtenagentur weiter.

Außerdem seien die Leistungen aus der Erwerbsminderungsrente seit 2013 um fast 45 Prozent gestiegen. Die durchschnittlichen Zahlbeträge wegen verminderter Erwerbsfähigkeit im Rentenzugang lagen 2020 bei 882 Euro. 524 Euro waren es bei teilweiser, 936 Euro bei voller Erwerbsminderung im Schnitt. 2019 waren es noch 806 Euro im Schnitt insgesamt, im Jahr davor 735 Euro. 2013 lagen die Erwerbsminderungsrenten im Schnitt noch bei 613 Euro, so dpa.

“Menschen, die sich kaputt gearbeitet haben, müssen abgesichert aus dem Erwerbsleben ausscheiden können”, kommentiert die Linken-Abgeordnete Sabine Zimmermann. “Arbeit scheint immer mehr Menschen krank zu machen”, ergänzt Adolf Bauer, Präsident des Sozialverbandes Deutschland.

Autor: VW-Redaktion

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