Norwegischer Staatsfonds investiert Millionen in Versicherer

Der norwegische Staatsfonds investiert in einen Versicherer. Bild von tespeseth auf Pixabay

So schließt sich der Kreis. Das Land im Norden Europas hat Teile seines Ölgeldes in einem arabischen Ölland angelegt. Ein Objekt der Begierde ist QLM Life & Medical Insurance, ein Versicherer aus Katar.

An Geld scheitern Investitionen in Norwegen selten. Der Staatsfonds besitzt nach Schätzungen rund 1,5 Prozent am globalen Aktienmarkt und ist, bei der Dimension wenig überraschend, das größte derartige Konstrukt der Welt. Der Wert des Fonds kann sekundengenau nachverfolgt werden, das Vermögen belief sich zum 31. Dezember 2020 auf 10.914 Mrd. Norwegische Kronen, rund 1.042 Mrd. Euro.

Quelle: Webseite des Fonds, www.nbim.no/en/

Wüstenliebe?

Damit der globale Aktienanteil gehalten werden kann, sind andauernde Investitionen nötig. Aktuell hat der Fonds sich an QLM Life & Medical Insurance Co. beteiligt, dem ersten katarischen Unternehmen, das seit dem Jahr 2019 an die Börse gegangen ist. Insgesamt fünf Prozent der Anteile am Unternehmen haben sich die Norweger gesichert, das entspricht nach einer Bloomberg Meldung etwa einem Wert von 17 Millionen US-Dollar.

Die Entscheider des Fonds haben sich zuletzt in mehreren Ländern des Mittleren Ostens engagiert, analysiert Bloomberg, besonders in Katar. Insgesamt ist der Fonds mit 84 Mio. Dollar investiert, davon 35 Millionen in der Qatar National Bank QPSC, dem größten Kreditgeber im Mittleren Osten.

Das Unternehmen QLM bietet Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Kranken- und Lebensversicherung an. Es ist stark in  Indien, den arabischen Ländern, dem mittleren Osten und Südostasien tätig. Zuletzt hatte das Unternehmen ein Family Healthcare Insurance Product lanciert sowie ” in line with global developments” das allgemeine Produktangebot ausgebaut.

Autor: VW-Redaktion

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