Munich Re versichert erstmals Passionsspiele Oberammergau mit zweistelligem Millionenbetrag

Quelle: Bild von falco auf Pixabay

Die Corona-Pandemie hat in diesem Jahr den Passionsspielen Oberammergau einen Strich durch die Rechnung gemacht. Vermeintliches Glück im Unglück: Die Veranstalter haben erstmals in der Geschichte eine Ausfallversicherung bei der Munich Re über 21,4 Mio. Euro abgeschlossen.

Damit sollen laut einem Bericht des Merkur nicht nur finanzielle Ausfälle durch Terror und weitere Schadensereignisse, sondern auch durch Pan- und Epidemie abgedeckt werden. Für die Organisatoren dürfte sich die Police in diesem Jahr als Glücksgriff erweisen, wurden die Spiele wegen Corona nun auf 2022 verschoben. Den vollen Betrag wird die Munich Re laut Bericht aber dennoch nicht aufkommen müssen.

„Der Schaden ist durch die Versicherung anerkannt“, wird Walter Rutz, Werkleiter und Geschäftsführer der Passionsspiele, zitiert. Allerdings handele es sich dabei „nicht um eine Gewinnausfallversicherung. Ersetzt wird uns der Schaden, der uns durch die Verschiebung der Passion auf 2022 entsteht.“ So könne man beispielsweise vieles für die nächsten Spiele weiter verwenden, wie der abgeschlossene Bühnenumbau, die Sicherheitseinrichtungen, Bühnenbild, Kostüme und Technik.

Beim Rückversicherer selbst dürfte sich die Freude allerdings in Grenzen halten, hat Corona doch bereits deutliche Spuren in der Bilanz der Münchener hinterlassen. So erwirtschaftete der Rückversicherer in den ersten drei Monaten des Jahres einen Gewinn von gerade einmal 221 Mio. Euro (VJ: 633 Mio.). Die Covid-19-bedingten Schäden von lagen bei etwa 800 Mio. Euro, was vor allem dem Ausfall von Großveranstaltungen geschuldet ist.

Autor: VW-Redaktion

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