Vorsicht, Risiko: Das sind die wichtigsten Versicherungen für Existenzgründer

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Endlich der eigene Chef sein, Ideen voranbringen und sich selbst verwirklichen: Gründen erfordert Mut, Neugier und Idealismus. Mindestens genauso wichtig ist es, dass Jungunternehmer mögliche Stolpersteine kennen und wissen, wie sie diese umgehen können. Ein Beitrag aus dem Vertriebsmagazin Der Vermittler.

Denn die Risiken sind zahlreich: Von krankheitsbedingten Ausfällen und Zahlungsverzug durch Betriebsunterbrechung über materielle Schäden durch Feuer oder Einbruch bis hin zu einem Hacker-Angriff auf sensible Kundendaten. Existenzgründer sollten bereits im Businessplan notwendige Versicherungen und dadurch anfallende Kosten berücksichtigen, um später bösen Überraschungen vorzubeugen.

Selbstständige müssen sich daher nicht nur um ihre Gesundheits- und Altersvorsorge kümmern, sondern auch Haftpflicht- und Sachrisiken im Blick behalten. Mit der Digitalisierung kommen noch Cyber- und IT-Risiken hinzu, die im Ernstfall schnell existenzbedrohend werden können. Gründer sollten sich daher frühzeitig Gedanken machen und ein umfassendes Sicherheitsnetz für ihr Start-up spannen.

Versicherungen von Beginn an mitdenken

Wer aus einer festen Anstellung in die Selbstständigkeit wechselt, spürt schnell, wie viele Leistungen der bisherige Arbeitgeber übernommen hat. Diese gilt es jetzt in Eigenregie zu organisieren. Existenzgründer sollten bereits im Businessplan notwendige Versicherungen und dadurch anfallende Kosten berücksichtigen, um später bösen Überraschungen vorzubeugen.

Vom IT-Dienstleister, über den Handwerker bis hin zum Influencer – jedes Berufsbild birgt spezielle Risiken, die individuell abgesichert werden müssen. Einige Versicherungen sind jedoch bei jeder Gründung obligatorisch. Niemand ist davor gefeit, auch mal unachtsam zu sein oder durch Krankheit oder einen Unfall nicht pünktlich liefern zu können. Entsteht z.B. beim Kunden durch die verpasste Deadline ein finanzieller Schaden, fallen schnell hohe Schadenersatzforderungen an.

Hier greift die Berufshaftpflicht. Im Optimalfall gehört dazu nicht nur die Übernahme der Kosten, sondern bereits im Vorfeld die Prüfung, ob der Anspruch auf Schadenersatz berechtigt ist. Dann spricht man von einem passiven Rechtsschutz.

Kleine Betriebe sind besonders gefährdet

In Start-ups geht es manchmal auch chaotischer zu. An Arbeitsplätzen liegen Kisten, Produktsamples oder Kabel herum. Nach einem Termin in den Geschäftsräumen stolpert eine Kundin über ein herumliegendes Kabel, verletzt sich und zerreißt sich die Hose. Es entsteht ein Personenschaden, ein Sachschaden an der Kleidung und ein Vermögensschaden durch ihren mehrwöchigen Verdienstausfall als Selbstständige.

Für Szenarien dieser Art braucht es eine Betriebshaftpflichtversicherung, die für Personen- und Sachschäden haftet, sowie passiven Rechtsschutz enthält, um unberechtigte Forderungen abzuwehren. Angenommen wenige Monate nach der Gründung entsteht in den neuen Geschäftsräumen ein Brand. In der Folge ist der Betriebsablauf nur eingeschränkt möglich und Einnahmen gehen verloren.

Gleichzeitig müssen Fixkosten gedeckt und eine neue Büroeinrichtung angeschafft werden. In diesem Fall wird der Schaden durch eine Sachversicherung ersetzt, die nicht nur die Elektronik und Büroausstattung schützt, sondern auch Betriebsunterbrechungen abdeckt.

Besonders kleine Betriebe sind durch fehlende oder schwache Sicherheitsstrukturen gefährdet, Opfer eines Cyber-Angriffs zu werden. Die meisten Unternehmen verfügen zudem über sensible Kundendaten oder spezielle Betriebsinformationen, was bereits ausreicht, damit sie ins Visier von Hackern geraten.

Schon ein einziger Klick auf einen infizierten E-Mail-Anhang reicht aus, um Hackern Zugang zum Innersten der Unternehmen zu ermöglichen. Im besten Falle verfügen Gründer dann über eine Cyber-Versicherung inklusive umfassender Assistance-Leistungen. So können sie nicht nur auf die Kostenübernahme setzen, sondern auf ein Netz aus IT-Krisenexperten und weiteren Spezialisten zurückgreifen, an das sie sonst nicht einfach herankommen.

Fallen Unternehmensgründer krankheits- oder unfallbedingt für längere Zeit aus, führt das schnell zu finanziellen Nöten. Ein absolutes Muss für jede erfolgreiche Existenzgründung sind daher die privaten oder gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherungen. Darüber hinaus sind eine private Berufsunfähigkeitsversicherung, eine Unfallversicherung sowie die passende Altersvorsorge empfehlenswert. Es liegt in der Natur von Neugründungen, dass sich Rahmenbedingungen schnell und dynamisch verändern.

Daher ist eine regelmäßige Anpassung des Versicherungsschutzes an die individuelle Situation sinnvoll. Gründer sollten ihre Versicherungsverträge regelmäßig überprüfen. Ändert sich die Risikosituation, sind Unternehmer angehalten, diese von selbst ihrem Versicherer zu melden. Ausnahmen bilden meist nur Haftpflichtversicherungen, die einmal im Jahr einen Fragebogen zur aktuellen Risikosituation schicken.

Autor: Barbara Schinko, Social Media & Content Marketing Manager beim Spezialversicherer Hiscox, u.a. zuständig für den Hiscox Business Blog

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