Braucht es bei all der Digitalisierung noch den Vermittler?

Quelle: Bild von Arek Socha auf Pixabay

Die fachkundige Award-Jury ist der Meinung – ja, es braucht den Vermittler aus Fleisch und Blut. In diesem Jahr finden die Awards zur Altersvorsorgeberatung, Gewerbeberatung und der Eisenhut-Award für Softwarelösungen im Versicherungsbetrieb zum wiederholten Male in Rothenburg ob der Tauber statt.

Alle drei Awards haben das gleiche Ziel, die Beratungsgüte von Privat- und Firmenkunden durch Vermittler zu verbessern. Wie schon seit vielen Jahren – beim Eisenhut-Award ist es bereits das 21. Mal – können sich Vermittler, Versicherer und Softwareanbieter auch dieses Mal wieder dem Urteil einer fachkundigen Jury stellen.

Die Jury ist sich dabei einig. Eine Beratung ohne Softwareunterstützung ist nicht mehr möglich. Bei all den insbesondere rechtlichen Rahmenbedingungen kann ein Berater allein das erforderliche Wissen nicht mehr vorhalten. Eine reine Software-Lösung – das haben die Prüfungen in den letzten Jahren immer wieder gezeigt – kann den Berater aus Fleisch und Blut aber auch nicht ersetzen.

Ein gutes Agentursystem, eine ausgereifte Beratungssoftware unterstützen den Vermittler bei der Erfassung der aktuellen Versorgungs- und Risikosituation des Kunden. Und doch bleibt es immer noch der Berater, der im Dialog mit dem Kunden und dem ihm entgegengebrachten Vertrauen, zusammen mit dem Kunden mögliche maßgeschneiderte Lösungskonzepte erarbeitet.

Die Awards fordern die Bewerber jedes Jahr aufs Neue heraus, sich mit bestimmten Kundensituationen auseinanderzusetzen. Viele Bewerber melden immer wieder zurück, dass sie durch die Bewerbung bei den Awards dazugelernt haben. Unter ihnen gibt es einige, die bereits seit mehreren Jahren teilnehmen und jedes Jahr wieder etwas anderes Neues für sich und ihre Beratung mitnehmen.

Letztendlich profitieren auch die Kunden davon, dass sich die Vermittler intensiv mit der Versorgungssituation ihrer Kunden auseinandersetzen bevor sie Empfehlungen aussprechen. Die Awards verstehen sich dabei auch als Lern-Awards. In der ersten Prüfungsphase bekommen die Bewerber z.B. beim Altersvorsorge-Award und Award für die Gewerbeberatung Aufgaben, die sie zur Vorbereitung und Zulassung für die Finalprüfung in Rothenburg ob der Tauber lösen müssen. Dies führte in der Vergangenheit bei so manchem Bewerber dazu, dass er sich mit Punkten beschäftigt hat, auf die er bisher in der Beratung gar nicht geachtet hat, es zukünftig aber wird.

Versicherer und Softwareanbieter, die sich dem Eisenhut-Award stellen, bekommen von der Jury eine Rückmeldung zu ihren Agentursystemen, Beratungsprogramm und sonstigen Software-Lösungen, mit denen sie den Berater unterstützen. Im Nachgang zur Prüfung besteht auch die Möglichkeit sich mit der Jury z.B. im Rahmen eines kostenlosen nachgelagerten Workshops über Lösung zu festgestellten Schwachstellen der Systeme und möglichen Optimierungen auszutauschen.

Die Bewerbungsphase zu allen drei Awards ist bereits gestartet. Weitere Informationen zu den Awards finden Sie unter https://www.finanzdienstleistungsawards.de. Die beiden Berater-Awards zur Altersvorsorge und Gewerbeberatung sind für die Teilnehmer kostenlos.

Autor: René Morlang

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