Getsurance erntet Kritik für Krebsversicherung

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Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund eine halbe Million Menschen an Krebs. Verschiedene Versicherer haben mittlerweile entsprechende Angebote auf dem Markt platziert – unter anderen das Berliner Insurtech Getsurance. Sehr zum Ärger der Verbraucherschützer.

Demnach will das Unternehmen bis zu 100.000 Euro auszahlen, wenn der Versicherungsnehmer oder dessen Kind eine entsprechende Diagnose erhält. Ältere Versicherte sollen bis zu 50.000 Euro erhalten. Die Verbraucherschützer wittern darin nun ein „Geschäft mit der Angst“, moniert Michael Wortberg von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, gegenüber dem Tagesspiegel.

Vielmehr halte er eine solche Police für „reine Geldmacherei“. In vielen Fällen würde die Versicherung nicht zahlen, weil etwa gutartige Tumore oder Vorstufen von Krebs nicht abgedeckt sind. Zudem gebe es eine Wartezeit von sechs Monaten.

„Die Einmalzahlung taugt nicht als Absicherung gegen einen Verdienstausfall. Krebs ist nur in 15 Prozent der Fälle Grund für eine Berufsunfähigkeit. Die anderen 85 Prozent sind nicht abgesichert“, ergänzt Kim Paulsen vom Bund der Versicherten (BdV).

Getsurance-Gründer und Geschäftsführer Johannes Becher weist die Kritik hingegen zurück. Da sich viele Betroffene keine Berufsunfähigkeitsversicherung leisten könnten, sei es „doch besser, man hat etwas Absicherung als gar keine.“

Anmerkung der Redaktion: Ursprünglich war im Beitrag von Getsafe die Rede. Diesen Fehler haben wir korrigiert und bitten um Entschuldigung.

Autor: VW-Redaktion

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