Vorsicht Insurtechs: Über 52 Prozent der Kunden brauchen keine Versicherungsapp

Quelle: Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Welche digitalen Services sind bei den Versicherungskunden derzeit besonders beliebt? Die Gothaer ist dieser Frage im Rahmen einer repräsentativen Forsa-Umfrage nachgegangen. Besonders beliebt: Online-Services im Schadenfall.

68 Prozent der befragten 1.004 Bundesbürger zwischen 18 und 65 Jahren bevorzugen demnach entsprechende Service-Leistungen. 67 Prozent bevorzugen zudem ein Online-Portal zur selbständigen Verwaltung der Verträge, 32 Prozent würden das gerne per App erledigen.  

Für knapp die Hälfte (48 Prozent) der Befragten sollte die Versicherung unbedingt eine Versicherungs-App oder Online-Portal mit der Möglichkeit der Schadenabwicklung anbieten. Einen Online- oder Video-Chat mit Beratern wünschen sich 21 Prozent der Bürger. Fast niemand (drei Prozent) meint, dass Versicherer unbedingt eine eigene Präsenz in sozialen Medien anbieten müssen.

Auf die Frage, welche Leistungen eine Versicherungs-App umfassen sollte, werden am häufigsten (68 Prozent) Schadenmeldungen bei Sachversicherungen genannt. Für jeweils etwas mehr als die Hälfte der Befragten sind die Verwaltung der Kunden- und Vertragsdaten (56 Prozent) sowie das Einreichen von Arztrechnungen und Rezepten bei privaten Krankenversicherungen (53 Prozent) eine besonders sinnvolle Leistung in einer Versicherungs-App.

Zudem glaubt jeweils ein Drittel der Befragten, dass die Erweiterung des Versicherungsschutzes bei Kfz-Versicherungen (38 Prozent), der Abschluss von Kurzzeitversicherungen (37 Prozent) und die Einsicht in die elektronische Patientenakte (34 Prozent) besonders sinnvolle Leistungen von Versicherungs-Apps darstellen.

Auf eine medizinische Beratung per App/Videotelefonie in der App legen allerdings nur neun Prozent der Befragten entsprechenden Wert. Die Leistungen in Versicherungs-Apps werden generell von jüngeren Befragten häufiger als von älteren geschätzt. Das Gleiche gilt für höher gebildete Teilnehmer im Vergleich zu geringer gebildeten Befragten.

Zudem sehen laut Gothaer-Umfrage 97 Prozent der Befragten die Transparenz bei den Leistungen als wichtig oder sehr wichtig bei der Auswahl eines Versicherungsanbieters an. Einen guten Rundumservice halten 95 Prozent der Befragten für wichtig und sehr wichtig, unterschiedliche Kontaktmöglichkeiten gehören für 87 Prozent der Befragten dazu. Der persönliche Ansprechpartner ist für 85 Prozent der Befragten ein wichtiger Aspekt bei der Unternehmensauswahl genauso wie gute Bewertungen und niedrige Preise.

Autor: VW-Redaktion

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