Axa IM: Kommt nun die Frauenpower in Führungspositionen?

Quelle: Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Frauen in Führungspositionen sind immer noch nicht der Regelfall. Allerdings stehe Europa in dieser Frage nach Ansicht von Axa IM nun an einem Wendepunkt. Der Grund: Christine Lagarde, bisher Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), wurde am 1. November die Chefin der Europäischen Zentralbank, ihre Nachfolgerin beim IWF ist Kristalina Georgiewa. Außerdem hat die CDU-Politikerin Ursula von der Leyen den Luxemburger Jean-Claude Juncker als Präsidentin der Europäischen Kommission abgelöst.

„Das ist ein bedeutender Meilenstein für die Sache der Frauen – und sollte Investoren hellhörig machen“, glaubt Anne Tolmunen, Portfoliomanagerin Framlington Equities bei AXA Investment Managers. Denn Diversität führe bewiesenermaßen zu einer nachhaltig besseren Performance in den entsprechenden Organisationen.

So hätten Studien bewiesen, dass Diversität in Unternehmen zu einer niedrigeren Personalfluktuation und einem höheren Engagement der Mitarbeitenden. Ein höherer Frauenanteil im Management erzeuge zudem mehr Innovation, wobei dieser Effekt bei größeren Unternehmen noch ausgeprägter ist als bei kleineren Firmen, heißt es weiter.

„Frauen haben einen besseren Leistungsausweis bei der Integration nach Firmenzusammenschlüssen und Übernahme, und dank ihrem konservativeren Risikomanagement erzielen sie nachhaltigere und weniger volatile Unternehmensergebnisse. Insgesamt steigert Diversität die Produktivität, verbessert die heutige Performance und sichert künftige Gewinne“, sagt Tolmunen.

Fortschritte gebe es auch beim Frauenanteil in Führungsetagen. Gemäß der auf Gleichstellung spezialisierten Researchfirma Equileap waren 2018 in ihren Top 200 Unternehmen 34 Prozent der Aufsichtsratspositionen und 26 Prozent der Führungsfunktionen mit Frauen besetzt, 2017 waren es noch 30 Prozent, respektive 20 Prozent. Norwegen, Israel und Belgien führen das Ranking an, konstatiert Axa IM.

„Doch der Weg bis zu einer echten Gleichstellung der Frauen in Politik und Wirtschaft ist noch lang, denn Zahlen und Statistiken sind eine Sache, Diversität wirklich leben eine andere. Traditionelle Unternehmenszahlen dienen noch immer als Basis zur Aufstellung des Portfolios, aber Diversität und Inklusion sind gute Hilfsgrößen“, so Tolmunen weiter.

Autor: VW-Redaktion

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