Ex-Allianz-Manager Knof: Corona ist „größte Herausforderung für die Welt seit dem Zweiten Weltkrieg“

Deutsche Bank-Gebäude in Milan, Quelle Unternehmen.

Manfred Knof ist kein Allianzer mehr. Er ist mittlerweile für die Deutsche Bank in der Privatkundensparte verantwortlich. Wort- und meinungsstark ist er allerdings weiterhin.

Mit der Performance seines Bereichs bei der Bank ist der Manager zufrieden. Obwohl die Corona-Krise die Privatkunden verunsichert habe, läge das Wertpapiergeschäft „deutlich über dem Vorjahreswert“. Auch die Baufinanzierung laufe „bisher sehr gut“, er könne im Neugeschäft „kaum Bremsspuren erkennen“, erklärte er gegenüber dem Handelsblatt.

Doch die Nöte der Menschen spürt auch die Bank. „Uns haben in den ersten zwei Wochen nach Inkrafttreten des Gesetzes fast 50.000 Kunden um Stundung ihrer Zahlungsverpflichtungen aus Darlehen gebeten, dabei ging es in gut der Hälfte der Fälle um Baufinanzierungen, die andere Hälfte waren Konsumentenkredite“, erklärt Knof. Die meisten Anträge seien abgearbeitet und bewilligt.

Banken diesmal nicht Verursacher

Um die Auswirkungen von Corona deutlich zu machen, greift der Vorstand zu schweren Geschützen: „Diese Krise ist für die Welt die größte Herausforderung seit Ende des Zweiten Weltkriegs“. Für seine neue Branche hat er nur Lob. „Anders als in der Finanzkrise“ seien die Banken dieses Mal „Teil der Lösung“, und als systemrelevante Institution jetzt „besonders wichtig“ für Wirtschaft und Gesellschaft.

Dass die Menschen nach der Krise erst einmal sparen und nicht investieren oder konsumieren, sieht Herr Knof nicht. „Es gibt für jede Situation die richtigen Anlageformen, auch und gerade in Krisenzeiten“, erklärt er und ist „sich sicher“, dass die Deutsche Bank diese Optionen bieten kann.

Autor: VW-Redaktion

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