Meine-vorsorgedokumente.de schafft Bewusstsein für Patientenverfügung und Co.

Quelle: Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Nur 15 Prozent aller Deutschen haben eine Patientenverfügung erstellt. Das Thema ist sehr emotional und viele fühlen sich nicht ausreichend darüber aufgeklärt. Gerade aber für den Fall, dass etwas passiert, ist es sehr wichtig die medizinische und finanzielle Vorsorge im Vorfeld festgelegt zu haben. Somit kann sichergestellt werden, dass keine unerwünschten Behandlungen durchgeführt werden oder gar Familienmitglieder unerwartet mit schweren Entscheidungen belastet werden.

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Mit knackigen Slogans und wertvollen Informationen geht das Team hinter meine-vorsorgedokumente.de als Produkt der Firma CodeCamp:N offen mit dem Thema Vorsorge für den Ernstfall um. Hit Hilfe des Dokumentenkonfigurators haben Nutzer der Plattform die Möglichkeit, Vorsorgedokumente wie die Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht digital zu erstellen und im Anschluss in einem internen Kundenbereich abzulegen. Bereits 13.916 Vorsorgedokumente wurden so seit Februar 2019 erstellt. Das Vorsorgeangebot umfasst Patientenverfügung, Betreuungsverfügung, Sorgerechtsverfügung, Vorsorgevollmacht und Organspendeausweis.

Die B2C-Lösung des Produkts ist ein hauseigener Konfigurator auf der eigenen Homepage, der den Kunden durch alle Schritte führt. Jeder kann Vorsorgedokumente seiner Wahl rechtssicher erstellen. Das Besondere an dem Vorsorgeassistenten ist das einfache und dennoch individuelle Frage-Antwort Schema zum Erstellen des persönlichen Vorsorgedokuments. Die Live-Dokumentvorschau bietet dem Nutzer die Möglichkeit, jederzeit den aktuellen Bearbeitungsstatus seines Dokuments einzusehen.

Nach der Erstellung der Dokumente können diese im internen Kundenportal gesichert hinterlegt und für zukünftige Bearbeitungen gespeichert werden. Vertrauenspersonen kann ein Lesezugriff erteilt werden, um sie für den Ernstfall zu informieren.

Der erfolgreiche proof of concept und die Relevanz für Finanzdienstleister

Die hohe Akzeptanz des Endkunden sowie das positive Nutzerfeedback dienten als Anstoß dafür, die Technologie hinter der Plattform Finanzdienstleistern zur Verfügung zu stellen. Aus der B2C-Lösung und dem gewonnenen Know-How heraus entstand eine B2B-Lösung – der Digital Care Assistant als Whitelabel-Produkt.

Neue Kundenzugänge für Versicherungen

Ziel ist es, der Industrie natürliche Kontaktpunkte zu den Kunden zu liefern, wie beispielsweise die Erstellung oder Aktualisierung der Patientenverfügung, um so eine verbesserte Gesprächsgrundlage zwischen Kunden und Versicherungsberater zu gewährleisten. Das Besondere an der Dienstleistung sind die wiederkehrenden Kontaktpunkte: Durch den regelmäßigen Aktualisierungsbedarf der Dokumente wird dem Berater die Möglichkeit geboten mit seinem Kunden langfristig und regelmäßig in Kontakt zu bleiben.

Mit Hilfe von Technologie möchte das Unternehmen neue Zugänge, konsequent aus der Sicht des Kunden, für Versicherungsprodukte bauen. Die Kombination aus Mehrwertservice und Versicherungsprodukt schafft einen ganzheitlichen Service, der zu einer erhöhten Differenzierung gegenüber Wettbewerbern führt.

Autorin: Nicola Beringer ist Projektleiterin beim Nürnberger-Tochterunternehmen CodeCamp:N GmbH

Ein Kommentar

  • Zwei Fragen habe ich an Nicola Beringer:

    Frage 1. Welche seriöse Datenquelle steht hinter der Aussage: „Nur 15 Prozent aller Deutschen haben eine Patientenverfügung erstellt.“?

    Frage 2: Wo im BGB steht, dass es einen „regelmäßigen Aktualisierungsbedarf der Dokumente“ gibt.

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