Jungmakler-Finalisten über ihr Geschäftsmodell: „Ich bleibe für meine Kunden am Ball bis wir eine Finanzierungszusage haben“

Marie Lauchstädt ist einer der 12 Nominierten für den Jungmakler-Award. (Quelle: Lauchstädt; TierraMallorca/Pixabay)

Mein Unternehmen ist auf die Neubau-, Kauf- und Anschlussfinanzierungen für eigengenutzte Immobilien oder für Kapitalanleger spezialisiert. Gelegentlich begleite ich auch Gewerbefinanzierungen. Aufgrund der aktuellen Lage am Immobilienmarkt ist es für meine Kunden sehr wichtig gut vorbereitet zu sein. Daher biete ich meinen Kunden ein erstes Beratungsgespräch an, wo wir gemeinsam besprechen, was sich die Kunden aufgrund ihrer Ausgangssituation an Darlehenssumme und der dazugehörigen monatlichen Zins- und Tilgungsrate leisten können und/oder wollen. Von Jungmakler-Finalistin Marie Lauchstädt.

Hierbei ist mir die lange Zins- und Planungssicherheit, gerade bei den eigengenutzten Immobilien, für meine Kunden sehr wichtig. Zehnjährige Zinsbindungen sind meiner Meinung nach nur bei Kapitalanlegern sinnvoll oder ab vier bis fünf Prozent Tilgung. Wenn wir den finanziellen Rahmen besprochen haben, erhalten meine Kunden ein sogenanntes Käuferzertifikat, welches die Chance auf den Zuschlag bei einem Immobilienkauf erhöhen kann. Ein Neubauvorhaben ist in der Beratung noch komplexer, hier ist es mir wichtig, dass ich meine Kunden so gut wie möglich auf alle weiteren anfallenden Kosten wie Erschließung, Baunebenkosten und Außenanlagen hinweisen kann.

Wohneigentum wird für uns alle wichtiger denn je. Gerade durch die Pandemie ist uns allen nochmal bewusster geworden, wie wichtig eine hohe Wohnqualität doch ist. Dieses Bewusstsein hat jedoch auch die Immobilienpreise deutlich steigen lassen, da wir viel mehr Nachfrage als Angebot haben. Ich habe einige Kunden, die sich vom Einkommen eine Immobilie leisten können, nur fehlt es an Grundstücken. Wenn das passende Grundstück vorhanden ist, muss auch ebenso eine Baufirma gefunden werden, die zeitnah mit dem Bau beginnen kann, da bei einigen Firmen die Kapazitäten bereits voll ausgebucht sind und diese erst in ein bis zwei Jahren mit dem Bau beginnen können. Lange Wartezeiten müssen ebenfalls bei den Amtsgerichten und Bauämtern eingeplant werden. Zudem sollten genügend Reserven oder die Möglichkeit der Nachfinanzierung bestehen, um möglichen Baukostenerhöhungen während der Bauzeit standzuhalten.

Generell würde ich immer mit einem Puffer für unvorhergesehenes einplanen, welcher auch in der Finanzierung zu berücksichtigen ist. Beim Hauskauf gibt es aktuell auch einige Hürden, da die Kaufnebenkosten möglichst aus dem Eigenkapital bezahlt werden sollten, weil dies für die Bank keine werthaltigen Kosten sind. Wenn Kunden da keine Chance haben Eigenkapital einzubringen, kann es schnell zu teuer und nicht realisierbar werden. Daher ist es meiner Meinung nach sehr wichtig, Eigenkapitel zu besitzen, um ein Haus zu kaufen oder zu bauen. In welcher Höhe dies erforderlich ist, ist natürlich individuell.

Autorin: Marie Lauchstädt

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der aktuellen Oktober-Ausgabe des E-Vertriebsmagazins Der Vermittler.

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