Hauer (IVFP): „Es sollte vermehrt auf kapitalmarktorientierte Fondsanlagen gesetzt werden“

Ist die Fondpolice die Rettung? Der GDV-Präsident Wolfgang Weiler rechnet damit, dass sich das Bundesfinanzministerium mit dem Mindestzins beschäftigen und diesen gegebenenfalls senken wird. Zeit für die Fondspolice? Prof. Michael Hauer, Geschäftsführer des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) glaubt daran.

„In Zeiten anhaltend historisch niedriger Zinsen sollte im Bereich der Altersvorsorge vermehrt auf kapitalmarktorientierte Fondsanlagen gesetzt werden. Die Fondspolice ist hierbei gegenüber der direkten Fondsanlage aufgrund der Abgeltungsteuerfreiheit in vielen Fällen im Vorteil – insbesondere bei langen Anlagehorizonten. Bereits bei einer Vertragslaufzeit ab 15 Jahren können Fondspolicen eine höhere Rendite als die Direktanlage in Fonds erzielen“, erklärt Hauer.

Weiter erklärt der Geschäftsführer: “ „Ein weiterer Vorteil der Fondspolicen besteht in der Absicherung des Langlebigkeitsrisikos durch die Wahl einer lebenslangen Rente zu Ruhestandsbeginn.“ Er fährt fort:  „Bei der Fonds-Direktanlage gibt es hingegen nur die Möglichkeit eines Entnahmeplanes. Ist das Kapital allerdings einmal aufgebraucht, werden keine weiteren Zahlungen mehr geleistet. Das Langlebigkeitsrisiko trägt hier allein der Anleger.“

Das Institut will selbst bei der Verbreitung der Policen mit einem Vergleichsservice helfen. Der „im Beratermarkt überaus beliebte“ FondsanlagenOPTIMIERER des IVFP ermögliche „den neutralen Vergleich zwischen Fondspolicen und einer Fonds-Direktanlage unter Berücksichtigung steuerlicher Effekte“.