Q3: Analysten schätzen Allianz-Gewinn auf 4,3 Milliarden Euro
Allianz-Chef Oliver Bäte. Bildquelle: Allianz
Im Vorfeld der Veröffentlichung der Finanzergebnisse für das dritte Quartal am 12. November rechnen Analysten bei der Allianz im Durchschnitt mit einem Gewinn von 4,3 Milliarden Euro. Im Vorjahresquartal lag der Wert bei 4,9 Mrd. Euro, in Q1 bei 4,5 Mrd. Euro. Die Schätzungen wurden auf Basis von Beiträgen unter anderem von Barclays, Goldman Sachs, J.P. Morgan und Berenberg zusammengestellt.
Die Spanne der Prognosen für das operative Ergebnis im dritten Quartal reicht von 4,2 Mrd. Euro im untersten Bereich bis zu 4,5 Mrd. Euro im oberen Bereich reicht. Den größten Ergebnisbeitrag steuert die Schaden- und Unfallversicherung bei, für die ein operatives Segmentergebnis von durchschnittlich 2,1 Mrd. Euro prognostiziert wird. Darin enthalten sind ein operatives Versicherungsergebnis von 1,3 Mrd. Euro sowie ein operatives Anlageergebnis von 795 Millionen Euro. Für die Combined Ratio in diesem Bereich rechnen die Experten im Mittel mit 93,8 Prozent, was geschätzte Naturkatastrophenschäden von 4,7 Prozentpunkten und ein Run-off-Ergebnis von -3,0 Prozentpunkten beinhaltet.
Im Segment Lebens- und Krankenversicherung wird ein operatives Ergebnis von 1,5 Mrd. Euro erwartet. Der Wert des Neugeschäfts beläuft sich nach den Schätzungen auf 1,1 Mrd. Euro bei einer Neugeschäftsmarge von 5,7 Prozent. Das Asset Management steuert voraussichtlich einen operativen Gewinn von 945 Millionen Euro bei, begleitet von prognostizierten Nettomittelzuflüssen von Drittkunden in Höhe von 28 Milliarden Euro.
Zum ersten Halbjahr gab die Allianz ein robustes Bild ab: Das operative Ergebnis der Münchner legte um 8,6 Prozent auf 9,4 Mrd. Euro zu. Nach den ersten sechs Monaten hat der Versicherer bereits 54 Prozent des Mittelwerts seines Jahresziels erreicht. Als Ziel setzte die Allianz ein operatives Jahresergebnis von 17,4 Mrd. Euro plus oder minus einer Milliarde Euro.
Die Allianz wurde zuletzt als wertvollste Versicherungsmarke der Welt ausgezeichnet. Mit einem Rekordwert von 30,7 Mrd. US-Dollar liegt der Münchener Konzern deutlich vor den Konkurrenten Axa und Zurich. Im „Best Global Brands“-Ranking des Beratungsunternehmens Interbrand verbesserten sich die Münchener um einen Platz auf Rang 26 (VWheute berichtete).
Autor: Michael Stanczyk
