Arag verlässt Australien

Dr. Renko Dirksen, Vorstandssprecher Arag SE. Bildquelle: Arag

Der Rechtsschutzversicherer Arag steigt nach knapp sechs Jahren aus dem australischen Markt aus. „Die Geschäftserwartungen haben sich nicht erfüllt, sagt CEO Renko Dirksen. Bestehende Verträge werden weiterhin bedient und betreut, das Vermittlungsgeschäft aber eingestellt.

Die Düsseldorfer beenden ihr operatives Geschäft in Australien. 2019 ging Arag in Down Under an den Start. Die dortige Tochtergesellschaft Arag Services Australia agierte von Sydney aus als Managing General Agent. Als Versicherungspartner trat HDI Global Specialty in Erscheinung, die das vermittelte Geschäft zeichnete. Die australische Tochter konzipierte verschiedene Rechtsschutzprodukte für Versicherungsmakler und andere Intermediäre. Das Produktportfolio umfasste Gewerbe- als auch Familienrechtsschutz. Geleitet wurde der Bereich von Antoinette von Wendt.

Wie Arag-Chef Renko Dirksen mitteilt, blieb ein Marktdurchbruch in Down Under jedoch aus. „Die Geschäftserwartungen in Australien haben sich leider nicht erfüllt. Wir überprüfen laufend die Potenziale unserer Start-up-Gründungen. Nach fast sechs Jahren hat der Markt nicht die von uns erwartete Reaktion gezeigt. Dann wird es Zeit, zu gehen.“

Während die Vermittlung neuer Verträge eingestellt wird, sichert das Unternehmen seinen bestehenden Kunden weiterhin die Betreuung in laufenden Leistungsfällen zu.

Trotz des Rückzugs aus Australien will der Versicherer an seinem Expansionskurs festhalten. Zu Jahresbeginn eröffnete die norwegische Arag-Tochter Help Forsikring eine Niederlassung in der finnischen Hauptstadt Helsinki. Der Aufbau internationaler Märkte bleibe ein zentraler Bestandteil der Konzernstrategie. „Die Internationalisierung der Arag ist seit mehr als 65 Jahren ein Erfolgsmodell“, betont Dirksen. „Nicht zuletzt deshalb, weil wir handeln, wenn es auch einmal nicht gut läuft.“

Autor: VW-Redaktion