Warum die HanseMerkur 2014 ihren Großrechner abschaltete

Zentrale der Hanse Merkur. Quelle: Unternehmen

Mit dem Ausbruch der Pandemie hat ein Kanon vielfältiger Stimmen zu den nachhaltig wirkenden Veränderungen in Gesellschaft und Unternehmen eingesetzt, die Corona verursacht. Der Sound vom Innovationsdruck, der ganzen Branchen einen Wandel ihrer Strukturen, Prozesse und Services abverlangt, ist unüberhörbar. Von Eberhard Sauter.

Bei der HanseMerkur haben wir die vergangenen Corona-Monate zwar als einen Digitalisierungstreiber erlebt, der tief greifende Erneuerungen beschleunigt, die jedoch schon zuvor erforderlich waren und bestenfalls bereits eingeleitet worden sind. Das Ausschöpfen aller Chancen der Digitalisierung ist ein Dauerthema – ohne Endpunkt. Dem viel beschworenen Innovationsdruck entgeht nur, wer die Energie aufbringt, sich stetig zu transformieren. Der allgemeine
Fokus liegt dabei naturgemäß auf dem Front-End, da hier höchste Sichtbarkeit und unmittelbare Erlebbarkeit gegeben sind. Unser Game-Changer war jedoch das Abschalten des Großrechners, das bereits im Jahre 2014 erfolgte. Damit ist die HanseMerkur einer der wenigen Versicherer, die den Wandel vom Mainframe bereits vollzogen haben.

Die Branche ist digital besser aufgestellt als ihr nachgesagt wird. Das hat sich 2020 eindrucksvoll gezeigt. Für die HanseMerkur war es sogar das erfolgreichste Geschäftsjahr der Firmengeschichte. Dies zeugt sowohl von großer Stabilität als auch Agilität. Mitentscheidend sind das Mindset der handelnden Personen – vom Vorstand bis zum Mitarbeiter – und die Fähigkeit, im engen ITler-Markt gut ausgebildete Talente zu gewinnen. Die vermeintlich tradierte Versicherungsbranche ist eben nicht unbedingt die erste Wahl dieser Berufsgruppe. Insofern ist eine der großen Zukunftsaufgaben der Branche, unser Profil als attraktiver, moderner Arbeitgeber weiter zu stärken, um auch die Versicherungswirtschaft von morgen erfolgreich zu gestalten. Denn Menschen machen den Unterschied – auch und gerade in der Digitalisierung.

Autor: Eberhard Sauter, Vorstandsvorsitzender der HanseMerkur

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der aktuellen Juni-Ausgabe der Versicherungswirtschaft.

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