„Viele Policen im Markt sind nur als festgelegte Komplettpakete zu haben“

Klaus-Peter Klapper, Leiter Produkt- und Vertriebsmarketing Biometrie der Stuttgarter Leben, Quelle: Stuttgarter

Grundfähigkeitenversicherungen fristen im Vergleich zur BU noch immer ein Nischendasein. Dennoch können beide „eine sinnvolle Einkommensabsicherung bieten“. Mit VWheute sprach Klaus-Peter Klapper, Leiter Produkt- und Vertriebsmarketing Biometrie der Stuttgarter Leben, über Flexibilität in der Grundfähigkeitenversicherung.

VWheute: Die Grundfähigkeitspolice gilt als Alternative zur BU-Versicherung. Was sind dabei die größten Unterschiede?

Klaus-Peter Klapper: Grundsätzlich kann beides, eine Berufsunfähigkeits- und eine Grundfähigkeitsversicherung, eine sinnvolle Einkommensabsicherung bieten. Das kommt ganz auf die individuelle Situation des Kunden an, denn der Ansatz der Produkte unterscheidet sich. Eine Grundfähigkeitsversicherung sichert im Gegensatz zu einer BU grundlegende motorische, sensorische und intellektuelle Fähigkeiten ab. Die Grundfähigkeiten sind unabhängig davon abgesichert, ob man seinen Beruf noch ausüben beziehungsweise überhaupt noch weiterarbeiten kann. Der Verlust einer Grundfähigkeit ist das einzig Entscheidende, das zur Leistung führt. Das ist ein wesentlicher Unterschied zur BU.

Bei einer BU besteht der Anspruch auf eine Rente nur dann, wenn der zuletzt ausgeübte Beruf zu mindestens 50 % nicht mehr ausgeübt werden kann. Eine Grundfähigkeitsversicherung kommt als Alternative zur BU insbesondere für leicht körperlich Tätige infrage. Auch für Personen mit einem kleineren Vorsorgebudget, die sich keine BU-Absicherung leisten können oder wollen, ist diese Option attraktiv.

VWheute: Bei den BU-Versicherungen gibt es im tatsächlichen Schadenfall oft einen juristischen Streit über die Auszahlung zwischen Versicherer und Kunde. Sieht es bei Grundfähigkeitspolicen anders aus?

Klaus-Peter Klapper: Das Gegenteil ist richtig: Es kommt nur in einer Minderheit der Fälle zum Streit. Nach Angaben des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft werden 79 Prozent aller Leistungsanträge in der Berufsunfähigkeitsversicherung Aohne Wenn und Aber“ bewilligt. Marktzahlen zur Leistungsquote der Grundfähigkeitsversicherung sind uns nicht bekannt.

Unser Stuttgarter GrundSchutz+ ist noch nicht lange genug am Markt, um in dieser Frage aussagekräftige Daten zu liefern. Fakt ist: unser GrundSchutz+ ist ein einfaches, verständliches und transparentes Konzept, bei dem klar geregelt ist, in welchen Fällen Kunden mit welchen Leistungen rechnen können.

VWheute: Welche Unterschiede bei den erhältlichen Grundfähigkeitspolicen auf den Markt gibt es? Woraus sollten Makler und Kunden achten?

Klaus-Peter Klapper: Die Angebote im Markt unterscheiden sich in der Tat stark – in Quantität und Qualität der versicherten Grundfähigkeiten, aber auch bei der Flexibilität. Das liegt nach unserer Beobachtung daran, dass die verschiedenen Anbieter unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Wir bei der Stuttgarter verfolgen den Ansatz, dass eine Grundfähigkeitsversicherung einfach auf das jeweilige Kundenbedürfnis zuschneidbar sein sollte, damit sie genau zum Kunden passt.

Viele Policen im Markt sind nur als festgelegte Komplettpakete zu haben. Beim Stuttgarter GrundSchutz+ ist das anders: Dank unserem einzigartigen Bausteinkonzept ist das Produkt individuell auf verschiedene Kundenbedürfnisse anpassbar. Es ermöglicht die finanzielle Absicherung von 15 grundlegenden Fähigkeiten und lässt sich durch verschiedene Zusatzpakete ergänzen. Es gilt außerdem, wie auch in der BU üblich, ein verkürzter Prognosezeitraum: Kommt es zum Verlust einer Grundfähigkeit für mindestens sechs Monate, zahlen wir die vereinbarte monatliche Rente – auch rückwirkend.

VWheute: Der Abschluss von Versicherungen soll zunehmend digital erfolgen. Kann ich als Kunde das in Zukunft auch bei Grundfähigkeitspolicen und BU-Versicherungen auch machen?

Klaus-Peter Klapper: Das Thema Einkommensabsicherung ist sehr komplex und sollte aus unserer Sicht bedarfsgerecht beraten werden. Als Maklerversicherer setzen wir nach wie vor auf den Vertriebsweg über unabhängige Vermittler. Gleichwohl haben wir den Antragsprozess vereinfacht und digitalisiert: durch komplett elektronisch signierbare Anträge, die speziell für unseren GrundSchutz+ entwickelt wurden. Auf diesem Weg ist es Kunden problemlos möglich, unsere Lösungen zur Einkommensabsicherung papierlos und digital abzuschließen. So erhalten Vermittler die abschließende Unterschrift bequem auf deren Endgerät oder dem Endgerät ihres Kunden – je nach Situation in ihrem Beisein oder auch aus der Ferne.

Die Fragen stellte VWheute-Redakteur David Gorr.

Das vollständige Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des E-Magazins Der Vermittler.

Quelle: VVW GmbH

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