Karsten Eichmann: „Wir brauchen ein Wunschbild für die Zukunft“

Karsten Eichmann, Gothaer.

Gutes kann so einfach sein. Für die erste Ausgabe des Tagesreports im Jahr 2020 hat Karsten Eichmann, Vorstandsvorsitzender der Gothaer, über seine persönlichen und beruflichen Ziele, mangelnde Umsetzung bei der Altersvorsorge und CO2-Fresser gesprochen. Schnell, kurz und gut, waren die Antworten des Vorstandschefs.

VWheute: Wie haben sie die Weihnachtsfeiertage und Silvester verbracht?

Karsten Eichmann Mit viel Ruhe und viel Zeit für Familie und Freunde.

VWheute: Was erwarten Sie im Jahr 2020 an Höhepunkten, welche politischen, regulatorischen oder sonstigen Aspekte werden das Jahr bestimmen?

Karsten Eichmann: Das Jahr 2020 wird für die Gothaer ein ganz besonderes: wir feiern im Juli unser 200jähriges Bestehen. Darauf sind wir natürlich sehr stolz. Dass es das Unternehmen schon so lange gibt und wir immer erfolgreich am Markt agieren – 2019 war eines unserer erfolgreichsten Vertriebsjahre – ist ein Beweis für unsere Innovationskraft und unser Unternehmertum.

VWheute: Wie gehen Sie persönlich vor, wie ein Trainer – von Spiel zu Spiel – oder wie ein Manager, also immer das Große und Ganze im Blick?

Karsten Eichmann: Träumen ist wichtig, damit meine ich die Vision, das Wunschbild für die Zukunft. Für das Unternehmen, für das Privatleben aber auch das gesellschaftliche Zusammenleben. Der Weg dahin ist agil.

VWheute: Wird 2020 das Ende der Riester-, Rürup- und sonstigen Renten und die Geburt von etwas Neuem sein?

Karsten Eichmann: Wer so etwas fordert, kennt die Vorteile der heutigen Möglichkeiten – insbesondere bei der Sozialpartner-Rente – nicht. Ich sehe keinen Bedarf an weiteren Konzepten, sondern zu wenig beherztes Umsetzen in Deutschland.

VWheute: Glauben Sie an Neuwahlen im Jahr 2020 und beeinflusst das ihre Planung?

Karsten Eichmann: Derzeit sieht es nach Kontinuität in der GroKo aus, durchaus ein Standortvorteil.

VWheute: Was ist mit der Strategie Gothaer 2020, wie weit sind sie, was fehlt noch?

Karsten Eichmann: Wir ernten bereits die Früchte der Strategie 2020 mit überdurchschnittlichem Wachstum und Markterfolg. Der Aufbruch ins nächste Jahrzehnt wird noch stärker das Thema Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellen.

VWheute: Was haben Sie sich selbst für Ziele gesetzt, außer natürlich, noch aufmerksamer VWheute zu lesen?

Karsten Eichmann: Von allem etwas weniger: Kilos, CO2 und Zeitfresser.

Ein Kommentar

  • CSR als wichtiger Treiber für Nachhaltigkeit ist eine zentrale strategische Aufgabe der Versicherungswirtschaft – hier gibt es allerdings noch deutlich Luft nach oben. Insbesondere konkrete Maßnahmen im Underwriting und der Kapitalanlage sind noch stark ausbaufähig. Packen wir es an als Branche!

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