Ideal-Chef Beck: Vertrieb stärker auf Babyboomer ausrichten

Der Versicherungsvertrieb sollte sich deutlich stärker auf die Zielgruppe der Babyboomer konzentrieren. Nach Einschätzung von Maximilian Beck, Vorstandsvorsitzender der Ideal Lebensversicherung, wird ein großer Prozentsatz dieser Menschen, die aktuell rund 62 Jahre alt sind, pflegebedürftig werden. Seit 1950 sei die Lebenserwartung um 20 Jahre gestiegen. Tatsächlich würde sich der Vertrieb aber immer noch auf 20- und 30-Jährige konzentrieren, monierte Beck auf einer Fachtagung. Das Problem: Bei der Wiederanlagequote kommt die Branche einfach nicht voran. Weitaus besser scheint es für die Versicherer beim Thema Embedded Insurance zu laufen, wie der PwC-Berater Albert Kolb darlegte.

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Dauerschwäche der Lebensversicherer in der Wiederanlage: „Golden Ager werden viel zu selten angesprochen“

Die Generation 50plus gilt als kaufkräftige Zielgruppe – doch die Versicherer lassen im Umgang mit den sogenannten „Golden Ager“ viel Potenzial liegen. Vor allem bei der Wiederanlage von auslaufenden Verträgen bleiben die Gesellschaften weit unter ihren Möglichkeiten, wie Branchenvertreter auf einer Fachtagung einräumten. Welchen Anteil die Vermittler an dem Problem haben und wie sich die Versicherer der Konkurrenz durch Banken erwehren können, zeigt ein Lagebericht aus Düsseldorf.

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Auszahlung da, Kunde weg: Wiederanlagequote der Lebensversicherer dümpelt bei 15 Prozent

Das Alterseinkünftegesetz von 2004 hatte viele Verbraucher dazu bewogen, sich unbedingt noch vor dem 1. Januar 2005 eine Lebens- und Rentenversicherung zu steuerbegünstigten Konditionen zu sichern – diese Verträge laufen nun verstärkt aus. Aus Sicht der Ratingagentur Assekurata wäre dies für die Lebensversicherer der ideale Moment, dem Kunden eine Wiederanlage schmackhaft zu machen. Doch das passiert häufig gar nicht, moniert Experte Lars Heermann. Die Branche verschenke dadurch unnötig viel Geld in Zeiten schwacher Wachstumszahlen.

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