Hannover Rück will Trend zu fallenden Preisen trotzen

Die Hannover Rück hat ihren Gewinn im ersten Halbjahr um sieben Prozent auf 1,4 Mrd. Euro gesteigert und hält daran fest, im Gesamtjahr mindestens 2,7 Mrd. Euro zu verdienen. Dass die Preise bei den jüngsten Vertragserneuerungen in der Schadenrückversicherung zum 1. Juni und 1. Juli abermals rückläufig waren, bereitet Finanzchef Christian Hermelingmeier keine größeren Sorgen. „Der Markt wird weicher, aber wir sind nicht in einem weichen Markt“, sagte er bei einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Zuversichtlich stimmen den Manager vor allem die prall gefüllten Reservetöpfe – so fielen die Großschäden bislang deutlich geringer aus, als der Rückversicherer erwartet hatte.

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Hannover-Re-Finanzchef Hermelingmeier: „Wenn Preise in einzelnen Märkten sinken, können wir Geschäft deutlich länger profitabel zeichnen als andere“

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück blickt auf eine Phase außergewöhnlicher Profitabilität zurück, stellt sich aber auf ein verändertes Marktumfeld ein. Nach drei Jahren mit attraktiven Margen und hohem Preisniveau nimmt das Angebot an Rückversicherungskapazität derzeit deutlich zu und übersteigt das ebenfalls gewachsene Nachfragevolumen. Finanzvorstand Christian Hermelingmeier beobachtet in den Vertragserneuerungsrunden einen intensiveren Wettbewerb, betont jedoch die Stabilität der Branche: „Wir erleben derzeit einen weicher werdenden Markt, wir befinden uns aber nicht in einem weichen Markt“, sagt er im Interview mit der Börsen-Zeitung.

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Hannover Rück wird nach sommerlicher Großschaden-Pause mutiger

Der Rückversicherer Hannover Rück hat in den ersten neun Monaten mehr verdient als ursprünglich prognostiziert und hebt sein Gewinnziel für 2025 um 200 Mio. Euro auf 2,6 Mrd. Euro an. Nach anfänglich hohen Schäden durch die Waldbrände in Kalifornien habe sich das zweite und dritte Quartal „als bemerkenswert schadenarm herausgestellt“, stellte Finanzvorstand Christian Hermelingmeier vor Journalisten heraus. An der Börse wurden die Geschäftszahlen des weltweit drittgrößten Rückversicherers im dritten Quartal gut aufgenommen. Mit Blick auf die Stürme Melissa und Fung-Wong trat Hermelingmeier allerdings auf die Euphorie-Bremse: Drei Monate seien in der Rückversicherung „nur ein Wimpernschlag“.

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Henchoz-Abschied setzt Wechselreigen bei HDI Global in Gang

Weil Hannover Rück-Chef Jean-Jacques Henchoz den drittgrößten Rückversicherer der Welt zum nächsten Frühjahr überraschend verlassen wird, gibt es demnächst auch Bewegung im Vorstand von HDI Global: Der dortige Finanzchef Christian Hermelingmeier wechselt im April zur Hannover Rück, um dort den Platz vom jetzigen Finanzvorstand und Henchoz-Nachfolger Clemens Jungsthöfel einzunehmen. Hermelingmeier wird ersetzt durch Stefan Pasternak.

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