Axa sieht die Welt in einer „Polykrise“

Quelle: Bild von Mohamed Hassan auf Pixabay

Ob Klimawandel oder globale Konflikte: Die Welt stolpert derzeit von einer Krise in die andere. So wundert es nicht, dass sich dies auch auf die Stimmung unter den globalen Entscheidungsträgern auswirkt, wie die aktuelle Ausgabe des Axa Risk Report 2023 belegt.

Unter den befragten 3.500 Experten in 50 Ländern sowie 20.000 Bürgern in 15 Ländern wird der Klimawandel erstmals in allen Regionen der Welt als größte Bedrohung eingestuft. Zudem würden die mit künstlicher Intelligenz und Big Data verbundenen Risiken im Expertenranking den größten Anstieg verzeichnen – nämlich von Platz 14 im Jahr 2022 auf Platz vier im Jahr 2023.

Fast zwei Drittel der Experten und 70 Prozent der Öffentlichkeit fordern sogar, dass die KI-Forschung gestoppt werden solle. Darüber hinaus wurden Cybersicherheitsrisiken erstmals sowohl von Experten als auch von der Öffentlichkeit zu den drei größten Bedrohungen gezählt.

Auf die Frage, was ihnen am Klimawandel am meisten Sorgen bereitet, nannten mehr als drei Viertel sowohl der Bevölkerung als auch der Experten die physischen Risiken durch Extremwetter vor Finanz- und Haftungsrisiken. Des Weiteren haben die befragten Bürger laut Report weiterhin anhaltende Bedenken hinsichtlich der Umweltverschmutzung, die im Vergleich zum Vorjahr ihren achten Platz verteidigt.

Zudem hob der Axa-Report auch die „Polykrise“ hervor, mit der die Welt konfrontiert ist, da Regierungen und Unternehmen mit einer gleichzeitigen Eskalation von Konflikten, geopolitischen Spannungen, dem exponentiellen Aufkommen neuer Technologien wie generativer KI und der Beschleunigung der globalen Erwärmung zu kämpfen haben. Allerdings wurde die Umfrage noch vor dem Ausbruch des jüngsten Gaza-Konfliktes zwischen Israel und den Palästinensern durchgeführt.

„Jetzt müssen wir noch steigende Risiken im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz und Cybersicherheit sowie einen zunehmend instabilen geopolitischen Rahmen hinzufügen. Dies verstärkt das Gefühl der Verletzlichkeit der Bevölkerung, aber auch der Experten angesichts dieser Bedrohungen“, kommentiert Axa-Vorstandschef Thomas Buberl die Ergebnisse der Studie.

Autor: VW-Redaktion

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