Ex-GDV-Sprecher versucht es beim Erzbistum Köln und scheitert nach acht Monaten

Ex-GDV-Sprecher Christoph Hardt. Quelle: GDV

Der Umgang der Kirche mit der Aufklärung sexuellen Missbrauchs lässt auch den versiertesten Krisenmanager verzweifeln. So scheint es auch bei Christoph Hardt zu sein, der sein Amt Ende Februar nach gerade acht Monaten aufgibt. Der 61-jährige war Kommunikationschef beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin und wechselte überraschend zum Erzbistum Köln.

Das Erzbistum hatte zwischen 2019 bis 2021 allein 820.000 Euro eigens für die Krisenberatung ausgegeben. Doch die Kommunikationsmanager hielten es nicht lange auf dem Posten aus. Thomas Juncker war Mediendirektor von 2013 bis 2016, ehe ihn Ansgar Mayer ablöste. 2018 folgte Markus Günther, der als Auslandskorrespondent aus den USA an den Rhein kam und im Dezember 2020 wieder in seine zweite Heimat zurückkehrte. Als Interimslösung übernahm seinen Job Hermann-Josef Johanns.

Schließlich kam Christoph Hardt im Sommer 2021. Er ist gelernter Journalist und hat unter anderem für den Kölner Stadt-Anzeiger und das Handelsblatt geschrieben. Erfahrung auf der Unternehmensseite sammelte er als Kommunikationsdirektor bei der Siemens AG in München. Hardt leitete seit November 2013 die Kommunikation des (GDV) und war Mitglied der erweiterten Geschäftsführung. Vom Verband hieß es damals: „In die Zeit von Hardt fielen wichtige Weichenstellungen für die Branche, die der GDV mit seiner konstruktiven und innovativen Kommunikation erfolgreich begleitet hat. Dafür spricht ihm der GDV Dank aus und wünscht ihm für seinen weiteren beruflichen und privaten Weg alles Gute und viel Erfolg.“

Die Abschiedsmitteilung beim Erzbistum bestand lediglich aus drei Sätzen: „Der Mediendirektor des Erzbistums Köln, Christoph Hardt, hat um die Auflösung seines Vertrags gebeten und wird seine Tätigkeit zum 28. Februar 2022 beenden. Weihbischof Rolf Steinhäuser, Apostolischer Administrator, bedauerte den Entschluss und dankte Herrn Hardt gleichzeitig für dessen Engagement in schwieriger Zeit. Hardt hatte die Aufgabe erst im Juli 2021 übernommen.“

Autor: VW-Redaktion

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