Haarige Entscheidung in Südkorea: Soll Haarausfall versichert sein?

Haarige Angelegenheit in Südkorea. Quelle: Bild von HeungSoon auf Pixabay

Haarausfall ist für viele Menschen ein durchaus leidiges Thema. Vor allem in Südkorea scheint das Thema so gravierend zu sein, dass sich nun die Politik einschalten will. Präsidentschaftskandidat Lee Jae-myung will die Behandlung von Haarausfall jetzt durch die öffentliche Krankenversicherung abdecken. Sein Vorschlag löste allerdings kontroverse Diskussionen aus.

Sein 15-Sekunden-Videoclip, in dem Lee eine Parodie eines Werbespots für Haarausfall machte, betonte dieser, er sei der beste Kandidat für „Ihr Haar“. In den sozialen Medien stieß der Clip auf breites Interesse und sorgte für manch Parodien. „Lasst uns Lee Jae-myung für uns implantieren“, schrieb ein Benutzer und antwortete auf einen Beitrag mit Lees Slogans über Haarausfall, der in einer Online-Community für Haarausfall hochgeladen wurde.

Eine betroffene Koreanerin betonte allerdings bei einem Treffen mit Lee, dass sie die medizinische Behandlung aufgegeben habe, da sie in sechs Monaten vier Mio. Won (3.325 US-Dollar) erforderte, und auf ein gutes Shampoo zurückgriff und Essen.

Die Opposition bezeichnete Lees Vorschlag indes als verantwortungslos. Oppositionskandidat Ahn Cheol-soo versprach laut Nachrichtenagentur Reuters, im Falle seiner Wahl die Preise für Generika zu senken und die Entwicklung neuer Behandlungsmethoden zu finanzieren.

Laut Bericht gebe es keine offiziellen Daten darüber, wie viele Südkoreaner an Haarausfall leiden. Der Nationale Krankenversicherungsdienst erstellte nur Jahreszahlen von Personen, die eine Krankenhausbehandlung erhalten haben, die sich im Jahr 2020 auf etwa 230.000 beliefen.

Autor: VW-Redaktion

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