Erdbeben auf Haiti kostet die Versicherer rund 250 Mio. US-Dollar

Die haitianische Hauptstadt Port au Prince. Quelle: Bild von David Mark auf Pixabay

Das neuerliche Erdbeben auf der Karibik-Insel Haiti dürfte die Versicherer voraussichtlich 250 Mio. US-Dollar kosten. Dies geht aus Berechnungen der Katastrophenmodellierungsfirma Karen Clark & ​​Co. (KCC) hervor. Die Versicherungslücke beträgt rund 1,4 Mrd. US-Dollar.

So zeige das KCC Caribbean Earthquake Reference Model, dass die versicherbaren Schäden rund 1,7 Mrd. US-Dollar betragen. Dabei führt KCC die meisten Schäden an Wohnhäusern und Geschäftsgebäuden bei Erdbeben darauf zurück, dass keine erdbebensicheren Konstruktionen bestehen würde. Dabei würden die Tragwerkstypen, Bauteilabmessungen und Detaillierungspraktiken nicht ausreichen, um starken Bodenbewegungen standzuhalten, berichtet das Insurancejournal.

Nach Angaben der haitianischen Zivilschutzbehörde sind beim jüngsten Erdbeben mehr als 1.400 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 6.000 Menschen wurden verletzt. Rund 30.000 Menschen wurden obdachlos. Das Epizentrum lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte etwa 125 Kilometer westlich der Hauptstadt Port-au-Prince. Mehr als 7.000 Wohnhäuser wurden bei dem Beben nach offiziellen Angaben zerstört und fast 5.000 beschädigt, darunter Krankenhäuser, Schulen, Büros und Kirchen berichtet tagesschau.de.

Bereits 2010 hatte ein schweres Erdbeben in Haiti verheerende Schäden verursacht. Internationale Organisationen gingen damals von 220.000 und 500.000 Todesopfern aus. Allein die Hannover Rück rechnete damals mit einer Schadenbelastung von rund 20 Mio. Euro.

Autor: VW-Redaktion

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