Geplatzte Aon-Willis-Fusion: “Es ist ein Sieg für den Wettbewerb unter Maklern”

Vorerst dürfte sich bei Aon nichts groß verändern, die Fusion mit Willis Towers Watson ist geplatzt (Quelle: Aon)

Mit der Elefantenhochzeit zwischen Aon und Willis Towers Watson sollte der weltweit größte Versicherungsmakler entstehen. Doch eine drohende Kartellklage der US-Justiz brachte die Fusionspläne zu Fall. Der Deal mit dem Makler Arthur J. Gallagher, der Firmenanteile von Willis kaufen sollte, kommt ebenfalls nicht zustande. Der US-Justizminister Merrick Garland spricht von einem “Sieg für den Wettbewerb unter Maklern.”

Ebenso sei es ein Sieg für amerikanische Geschäfte, für Kunden und Mitarbeiter und Rentner. Letztere beiden müssen Vertrauen in das Gesundheitssystem und in die Altersvorsorge haben und wiederum in Aon und Willis, die das managen. Durch eine Fusion der beiden würde die Gefahr bestehen, dass sie das nicht mehr so gut und nicht im Sinne der Kunden machen würden, erklärt US-Justizminister Merrick Garland.

Am Montag verkündete Aon, dass die Übernahme von Willis Towers Watson am Widerstand der US-Wettbewerbshüter gescheitert sei, VWheute berichtete. Das US-Justizministerium bereitete eine Kartellklage vor. In der Klagebegründung heißt es, die Fusion werde den Wettbewerb reduzieren und höhere Preise sowie weniger Innovation zur Folge haben. Die 35-seitige Klageschrift argumentiert, es gehe um die Fusion des zweit- und des drittgrößten Versicherungsmaklers. Dies habe erhebliche Auswirkungen auf den Zugang von US-Firmen zu Nicht-Lebensdeckungen, aber auch zu Kollektivkranken und Pensionsverträgen.

Aon und Willis haben wohl eingesehen, dass man gegen die Vorwürfe nicht argumentieren kann. Es ist schlichthin Tatsache, dass die Monopolstellung nach der Fusion den Markt für immer verändert hätte. Dabei wurde von beiden versucht, eigene Unternehmensanteile an Konkurrenten zu verkaufen, um die Kartellwächter zu beruhigen. Ein Deal davon war, dass Arthur J. Gallagher für 3,57 Mrd. Euro u. a. den Rückversicherer Willis Re sowie andere Einheiten wie “corporate risk and broking and health and benefits services” übernimmt. Dieser Deal ist ebenfalls geplatzt.

Autor: VW-Redaktion

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