Versicherungsrecht: Englischer Fußball-Verband reagiert auf Demenzrisiken

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Es ist schon eine Weile her. Da wurde vor erheblichen gesundheitlichen und damit untrennbar verbundenen Haftungsrisiken im Sport gewarnt. Die massiven Schadensersatzforderungen von Spielern der NFA oder der NHL, wie sie in den USA gang und gäbe waren und sind, drohten auch nach Europa zu gelangen. Passiert ist – bisher – nichts. Von Theo Langheid.

Auf Verbandsseite scheint, wenn man der veröffentlichten Meinung glauben darf, das Problem noch nicht angekommen zu sein. Auf Versichererseite auch nicht. Das mag (auch) daran liegen, dass es bislang keine ernsthaften Schadensersatzforderungen gibt. Entweder schlafen die präsumptiven Opfer und die nach ihnen benannten Anwälte oder aber deutsche Schädel und ihr Inhalt erweisen sich als stoßresistenter als auswärtige Modelle.

Ausgerechnet die sportversessenen Briten geben sich jetzt – wie schon beim Coronaimpfen, wo sie nach, wegen oder trotz Brexit die Spitzenreiter-Position im europäischen Vaccinwettlauf einnehmen – als Pioniere der Medizinprävention. Die dortige Football Association (FA), unterstützt von den Ministern Oliver Dowden (Kultur) und Nigel Huddleston (Sport), bereitet verbindliche Regeln vor, die die Spieler zumindest vor übermäßigem Kopfball-Training schützen soll. Charlotte Cowie, die Chefin der medizinischen Abteilung der FA, sieht die – ja ernsthaft nicht mehr zu bestreitende – Kausalverbindung zwischen den häufigen Demenzerkrankungen professioneller Fußballspieler und dem Kopfballspiel. 

Das alles scheint dringend notwendig: in Deutschland erleiden pro Jahr gut 50.000 Sportler Gehirnerschütterungen mit einer Dunkelziffer von bis zu 50 Prozent, in den USA liegt die Zahl bei schätzungsweise 1,5 bis drei Millionen. Die klassischen Kontaktsportarten stehen im Fokus. Bei Eishockey, Rugby und Football sind Gehirnerschütterungen zwangsläufige Alltagserscheinungen, beim Boxen sind sie sozusagen Sinn der Sache. Auch beim Fußball kommt es häufig zu Kopfverletzungen und die vielen Kopfbälle während des Spiels, vor allem beim Training erledigen den Rest.

Die internationale Fußballspieler-Gewerkschaft FifPro hat insgesamt 576 frühere Fußball-, Eishockey- und Rugbyspieler untersuchen lassen, wobei festgestellt wurde, dass die bei Kontaktsportarten unvermeidbaren Gehirnerschütterungen zu “mentalen Spätfolgen” führen.

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Autor: VW-Redaktion

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