Schadenersatz um Mops „Edda“ geht in die nächste Runde

Quelle: Bild von Free-Photos auf Pixabay

„Ein Leben ohne Mops ist zwar möglich, aber sinnlos“, wusste schon der berühmte Loriot. Ein Mops namens „Edda“ sorgt nun bei der Stadt Ahlen für eine öffentliche Affäre und beschäftigt nun reihenweise die Gerichte in Deutschland.

Was war passiert? Eine Hundeliebhaberin hatte vor einem Jahr über das Auktionsportal Ebay einen Mops namens „Edda“ ersteigert. Das Problem: Das Tier war von der Stadt Ahlen bei einer Schuldnerin gepfändet worden. Ein Vollzugsbeamter hatte die Hündin später im Netz als gesund angepriesen, eine Polizistin aus Wülfrath bei Wuppertal hatte ihn dann für 690 Euro erstanden.

Allerdings fühlte sich die Dame allerdings über’s Ohr gehauen, da die Hündin mehrfach operiert werden musste und Medikamente benötigte. Zudem will die Hundebesitzerin den Kaufpreis und Tierarztkosten für den Hund erstattet bekommen. Außerdem solle geklärt werden, ob die Pfändung überhaupt zulässig war. Der Streitwert: Rund 20.000 Euro.

Der Fall landete zunächst vor dem Landgericht Münster. Ein Urteil steht allerdings noch aus, weil sich die Auseinandersetzung nun vor allem um die Gutachter dreht. Weil die neue Besitzerin einen Gutachter im laufenden Prozess für befangen hält, musste die nächste Instanz eingeschaltet werden. So hatte dieser in seinem Gutachten Möpse als eine „der am schwersten von Qualzucht betroffenen Rassen“ bezeichnet. Wer einen Mops erwirbt, könne daher nicht davon ausgehen, dass der gesund sei. Nun muss das Oberlandesgericht Hamm über diesen Befangenheitsantrag entscheiden. Erst dann ist klar, wie das Verfahren vor dem LG Münster weitergehen kann.

Hundeexperten sind sich beim Mops jedenfalls sicher: „Der Mops ist kein normaler Hund, das sieht man auf den ersten Blick: Er ist eine Mischung aus andalusischem Kampfstier, Marzipanschwein und Weißwurst. Er passt zu psychisch stabilen Menschen, die sich nicht daran stören, dass ihr bester Freund schnarcht, grunzt, haart und mit völligem Selbstverständnis immer den besten Platz auf dem Sofa für sich beansprucht, charakterstarken Menschen, die keinen Designerhund als Ablenkung von der eigenen Unzulänglichkeit benötigen. Der Mops ist kein Modehund, er ist ein Klassiker. Kaum eine Hunderasse ist so häufig in der Kunst festgehalten worden, wie der Mops. Der Mops ist kein Hund – er ist eine Lebenseinstellung.“

Autor: VW-Redaktion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

fünf − 2 =