Keine Maske für die Miezekatze: Uelzener Versicherungen mahnt zu Bedacht

Setzen Sie ihre Katze keine Maske auf, das "schädigt die Schleimhäute". Bild von Gundula Vogel auf Pixabay

Die Covid-19-Krise hat schon einige Kuriositätenkirschen auf die Wahnsinnstorte gesetzt, doch das ist ein besonderes Schmankerl. Die Ursache sind Gerüchte in den sozialen Medien, stets eine verlässliche Quelle für Irrsinn, nach denen von Hauskatzen eine Corona-Gefahr ausgeht.

Im Kern geht es um die Frage, ob sich der Mensch durch eine infizierte Katze anstecken kann – und umgekehrt. Laut Loeffler-Institut, Bundesforschungseinheit für Tiergesundheit, könnten sich Katzen bei engem Kontakt mit erkrankten Personen infizieren. Dies bedeute aber nicht automatisch, dass Katzen ihrerseits Virusmengen ausscheiden, die für eine Infektion des Menschen ausreichen, meldet az-online.

Die Uelzener, spezialisiert auf Tierversicherungen und im Artikel prominent vertreten, stellt in Gestalt ihrer Pressereferentin AnnKathrin Rohmann  klar: „Ausschlaggebend für die Pandemie ist die Verbreitung von Mensch zu Mensch.“ Katzen sind neu, bisher waren ja bei Corona eher Fledermäuse, Marderhunde und Schweine im Fokus, doch jetzt rücken Garfield und Co. in den faktenaversen Sichtkreis der Social-Media-Gläubigen.

Es wird episch

Der Mensch kann die Katzengefahr ziemlich einfach bewältigen. Eine mit Corona infizierte Person müsse sich nicht strikt von seinem Stubentiger fernhalten, sondern könne sein Tier „ganz normal weiter versorgen“, heißt es im Artikel. Allerdings solle von einem „allzu engen Kontakt“ abgesehen werden, also kein ablecken des Gesichts oder der Katze als Bettnachbar.

Im Fall der Fälle müssen aber auch Stubentiger in Quarantäne: „Katzen aus Haushalten, in denen eine Corona-Infektion festgestellt wurde, sollten für die Dauer der Quarantäne nicht nach draußen gehen […]“, erklärt Rohmann. Die Besitzer sollten besondere Hygiene walten lassen, also oft die Hände waschen, ein in einer Epidemie eigentlich selbstverständlicher Gedanke, wenn man nicht Frank Castor heißt und das als Staatsgängelei ansieht.  

Der Zeitungsartikel zur Miez endet übrigens mit einem Satz für die Ewigkeit: „Wichtig sei, seinem Stubentiger in keinem Fall eine Schutzmaske anzulegen: Das erzeugt Stress und kann die Schleimhäute des Tieres schädigen.“

Autor: VW-Redaktion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

1 + zehn =