Autodiebstähle in Deutschland: Toyota hoch im Kurs, Porsche ragt bei Schadenssummen heraus

Bildquelle: Laurent Schmidt auf Pixabay

Die Zahl der Autodiebstähle in Deutschland ist 2024 leicht zurückgegangen. Laut GDV wurden im vergangenen Jahr 14.162 kaskoversicherte Pkw entwendet – nach 14.585 Fällen im Jahr zuvor. Die Kfz-Versicherer mussten 293 Millionen Euro für Entschädigungen auszahlen. 2023 lag der Wert noch bei 312 Millionen Euro.

Trotz des leichten Rückgangs bleibt das Niveau hoch. Zum zweiten Mal in Folge übersteigt die Zahl der gestohlenen Fahrzeuge die Marke von 14.000. „Durchschnittlich haben die Kfz-Versicherer jeden Tag fast 40 Diebstähle reguliert und dafür täglich mehr als 800.000 Euro gezahlt“, sagt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.

Im Schnitt verursachte jeder Diebstahl Kosten von rund 20.700 Euro. Damit setzt sich der Trend steigender Schadenssummen fort. „Insgesamt sehen wir einen klaren Trend: Während die Zahl der Diebstähle langfristig zurückgeht – abgesehen von der Sondersituation während der Corona-Pandemie – steigen die Schäden pro Fahrzeug deutlich an“, erklärt Asmussen. 2014 lagen die durchschnittlichen Kosten noch bei 14.500 Euro, bei damals knapp 18.000 gestohlenen Autos.

Besonders gefragt bei Kriminellen sind SUVs sowie Modelle der oberen Mittel- und Oberklasse. Toyota sticht hier besonders hervor: Gleich vier Modellreihen des japanischen Herstellers zählen zu den zehn am häufigsten gestohlenen Fahrzeugen. Angeführt wird die Liste von Toyota Land Cruiser sowie den Lexus-Modellen NX und UX. Bei den Schadenssummen ragen vor allem Porsche-Diebstähle heraus. Der Verlust eines 911-Modells kostete die Versicherer im Schnitt mehr als 100.000 Euro.

Das größte Risiko tragen weiterhin Autobesitzer in Berlin. Dort wurden 2024 insgesamt 3.855 kaskoversicherte Pkw gestohlen. „Berlin ist und bleibt die Hauptstadt der Autodiebe, hier findet mehr als jeder vierte Diebstahl bundesweit statt“, so Asmussen. Deutlich geringer ist die Gefahr in Süddeutschland. Doch auch in Baden-Württemberg steigen die Zahlen – und zwar um elf Prozent auf 635 Fälle.

Autor: VW-Redaktion

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