Preis-Index von Marsh McLennan: Bei Industrieprämien stehen die Zeichen auf Entspannung

Marsh-Büro in München. Bildquelle: Marsh

Die Prämien in der Industrieversicherung sind seit 25 Quartalen in Folge gestiegen, doch der Preisauftrieb verliert an Wucht. Das gab Marsh McLennan-Chef John Doyle bei der Präsentation der Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr sowie des vierten Quartals 2023 bekannt. Sowohl der Großmakler Marsh als auch der konzerneigene Rückversicherungsmakler Guy Carpenter legten 2023 deutlich zu.

Die Prämien für Kunden in der Industrieversicherung stiegen im vierten Quartal 2023 weltweit um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im dritten und zweiten Quartal betrug der Preiszuwachs drei Prozent, im ersten Quartal noch vier Prozent. Kurz: Die Prämien steigen weiterhin, aber nicht mehr ganz so stark. Ende 2020 hatte Marsh McLennan auf Basis seines Langzeit-Monitorings „Global Insurance Market Index“ noch einen Preisauftrieb von bis zu 22 Prozent beobachten können. Im Jahr 2022 bewegten sich die Aufschläge immerhin noch im zweistelligen Prozentbereich.

Im zweistelligen Bereich notierten auch die Umsatzzuwächse, die Marsh McLennan-Chef John Doyle für das eigene Maklergeschäft, das unter Risk & Insurance Services firmiert, bekannt gab. Hier legte der Umsatz im Gesamtjahr 2023 um elf Prozent auf 14,1 Mrd. US-Dollar zu (siehe erste Tabelle). Der operative Gewinn betrug 3,9 Mrd. Dollar, bereinigt waren es 4,1 Mrd. Dollar, was einem Zuwachs von 17 Prozent entspricht.

Quelle: Marsh McLennan

Der Umsatz allein im vierten Quartal 2023 lag bei 3,3 Mrd. Dollar – ein Plus von elf Prozent beziehungsweise acht Prozent auf bereinigter Basis (siehe zweite Tabelle).

„Unsere Ergebnisse für das vierte Quartal unterstreichen einen starken Abschluss eines weiteren herausragenden Jahres für Marsh McLennan“, kommentierte Doyle zufrieden. Als Zeichen von Stärke dürfte der CEO nicht zuletzt den weiteren Anstieg der konzernweiten Gewinnmarge werten, die um 130 Basispunkte zulegte, sprich: Auf die bisherige Marge von 24,7 Prozent im Jahr 2022 kamen im Folgejahr noch einmal 1,3 Prozentpunkte dazu. Damit habe es das 16. Jahr in Folge eine Margensteigerung gegeben, so Doyle. Betrachtet man allein das Maklergeschäft, legte die Marge binnen eines Jahres sogar um 1,5 Prozentpunkte auf 31,3 Prozent zu.

Quelle: Marsh McLennan

Auch beim konzerneigenen Rückversicherungsmakler Guy Carpenter gibt es neue Höchststände zu vermelden: Der Umsatz erreichte 2,3 Mrd. Dollar (siehe erste Tabelle), was nicht nur einen Zuwachs von zwölf Prozent (bereinigt zehn Prozent) bedeutet, sondern auch der höchste Umsatz seit 2003. Im vierten Quartal 2023 meldete Guy Carpenter einen Umsatz von 252 Mio. Dollar, was einem Anstieg von neun Prozent auf bereinigter Basis entspricht.

Die jüngst erfolgte Januar-Erneuerung in der Rückversicherung kommentierte CEO Doyle mit den Worten, dass man „einen Markt mit ausgewogeneren Handelsbedingungen als vor einem Jahr“ vorgefunden habe. Die Underwriting-Disziplin sei weiterhin gegeben, so Doyle, und die Kapazität sei „im Allgemeinen ausreichend“.

Umsatz auf insgesamt 22,7 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von insgesamt 10 Prozent gegenüber 2022 und 9 Prozent auf bereinigter Basis entspricht. Der Jahresüberschuss betrug 3,756 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 23 Prozent gegenüber 2022

Neben Marsh und Guy Carpenter gehören auch das Beratungsunternehmen Oliver Wyman und die Personalberatung Mercer zur Gruppe mit Sitz in New York. Der gesamte Umsatz von Marsh & McLennan im Jahr 2023 belief sich auf insgesamt 22,7 Mrd. Dollar, was einem Anstieg von insgesamt zehn Prozent gegenüber 2022 und neun Prozent auf bereinigter Basis entspricht. Der Jahresüberschuss betrug 3,8 Mrd. Dollar, ein Plus von 23 Prozent gegenüber 2022.

Autor: VW-Redaktion

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