Außerirdischen-Versicherung und Co.: Das sind die kuriosesten Angebote der Branche

Braucht es einen Versicherungsschutz für den Fall einer Entführung durch Außerirdische? Quelle: Bild von Daniela Realpe auf Pixabay

Ob wertvolle Körperteile von Fußballspielern und Schauspielern oder das Szenario eines Weltuntergangs. Vieles ist versicherbar und ein Kundenbedarf offenbar vorhanden. T-Online hat sich die Mühe gemacht, die skurrilsten Policen zusammenzutragen.

Kennen Sie jemanden, der am Tage seiner Hochzeit am Altar stehen gelassen wurde? Für diesen Fall soll man für zwölf Euro im Jahr eine Police abschließen können, die im Schadensfall immerhin 100 Euro Entschädigung zahlt. Finanziell dürfte dies allerdings nur ein äußerst schwacher Trost sein.

Vor Regen, Sturm und Schnee kann eine solche Hochzeitsversicherung zwar nicht schützen, kann aber im Falle eines Regengusses für bis zu 5.000 Euro Schadensersatz sorgen. Zugegeben: beim durchaus wechselhaften Wetter dieser Tage vielleicht keine schlechte Lösung. Eine überdachte Räumlichkeit als Alternative wäre allerdings eine etwas kostengünstigere Alternative.

Ebenfalls für zwölf Euro im Jahr kann sich allerdings auch ein werdender Vater für den durchaus realistischen Fall versichern zu lassen, im Kreißsaal ohnmächtig zu werden. Auf dem Sparbuch des Nachwuchses wäre das Geld allerdings besser angelegt.

280 Euro soll immerhin eine sogenannte Funklochversicherung einbringen, wenn der gestresste Vieltelefonierer in ein eben solches tappt. Allerdings gilt dies nur dann, wenn das Funkloch mindestens 48 Stunden anhält. Der Umstieg auf E-Mail oder gar ein persönliches Gespräch wäre daher wohl kostengünstiger.

Nicht zu vergessen: Auch die überaus (un)wahrscheinlichen Szenarien eines Weltunterganges oder einer Entführung durch Außerirdische kann mittlerweile versichert werden. Offen ist allerdings, wie, von wem und vor allem auch, an wen die Versicherungssumme nach einem Weltuntergang ausgezahlt werden soll.

Zudem wollte laut Bericht ein Unternehmen aus Norddeutschland eine Außerirdischen-Versicherung anbieten: Sollte der Versicherungsnehmer von der Erde auf einen anderen Planeten entführt und anschließend zurückkehren, sollte die Entführung mit bis zu 1.000 Euro entschädigt werden. Doch ganz ehrlich: Welches Interesse sollte eine außerirdische Lebensform an einem solchen Schritt haben? Für den legendären Mr. Spock aus Star Trek wäre dies wohl „nicht logisch“.

Nicht wirklich logischer wäre allerdings auch eine sogenannte „Prize-Indemnity-Versicherung“: Sie soll den Fan gegen den Abstieg seines Lieblingsvereines absichern. Allerdings deckt ein solches Angebot nur Vermögensschäden, die für den Versicherten im Falle einer Niederlage entstehen. Davon betroffen dürften daher also eher die Sportler oder der Verein selbst als der Fan sein.

Die wohl bislang kurioseste Versicherung in der Branchengeschichte wird allerdings nicht mehr angeboten: In Großbritannien konnten Nonnen eine Zusatz-Krankenversicherung für den Fall einer unbefleckten Empfängnis zur Wiedergeburt des Heilands abschließen. Der Haken: Widerspruch gegen dieses Angebot kam aus dem Vatikan selbst und die Policen mussten gekündigt werden.

Die Allianz Global Assistance in der Schweiz hatte vor einigen Jahren eine ganz besondere Idee: Der Versicherer bot speziell für die erholsamen Tage in der Eidgenossenschaft eine Ferien-Regen-Versicherung an. Bei den Schweizern fiel das Angebot jedoch ins Wasser – 2014 wurde es nach zwei Jahren wieder eingestampft.

Der britische Versicher Eagle Star hatte im Vereinigten Königreich eine Police für den Fall angeboten, dass man nach der Geburt von Zwillingen oder gar Drillingen zu wenig Schlaf finden würde. Das Versicherungsangebot gibt es mittlerweile nicht mehr – den Versicherer selbst aber auch nicht mehr. Die Gründe dürften naheliegend sein.

Den ultimativen Vogel schoss allerdings die Whiskey-Brennerei Cutty Sark ab: In den 1970er-Jahren versprach sie eine Belohnung von einer Million Pfund für diejenige Person, die Nessie finden konnte. Für den Fall, dass jemand tatsächlich das sagenhafte Ungeheuer entdecken sollte, hatte sich Cutty Sark beim Versicherungsmarkt Lloyd’s of London einen entsprechenden Versicherungsschutz besorgt. Bei der Gelegenheit versicherte auch gleich noch der Tour-Operator Jacobite Cruises – der Loch Ness mit seinen Booten befährt – seine Flotte gegen mögliche Schäden, die Nessie an seinen Booten verursachen könnte.

Übrigens: Wer sich sein Feierabend-Bier oder sein Gläschen Wein abends unter keinen Umständen verbieten lassen will, kann sich laut Bayerischer für nur läppische zwölf Euro im Jahr gegen eine potenzielle Prohibition durch den Staat versichern lassen. Etwas weniger Alkohol wäre allerdings nicht nur der eigenen Leber, sondern der Gesundheit insgesamt zuträglicher. Alkoholfreie Getränke wären daher eine durchaus gesunde Alternative.

Autor: VW-Redaktion

Ein Kommentar

  • Die Welt der Versicherungen kann wirklich kurios sein, wie der Beitrag zeigt. Neben den klassischen Angeboten gibt es tatsächlich auch eine Außerirdischen-Versicherung! Manchmal fragt man sich, ob das wirklich ernst gemeint ist oder eher als Marketing-Gag gedacht. Aber eines ist sicher: In der Versicherungsbranche scheint es für fast alles eine Police zu geben. Wie immer gilt aber: Gut informieren, bevor man unterschreibt!

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