Cybermarkt wächst trotz produktiverer Hacker

Die australische Medibank will nach einem Cyberangriff kein Lösegeld zahlen. Quelle: Bild von B_A auf Pixabay.

Die weltweiten Cyber-Versicherungsprämien im Jahr 2021 beliefen sich auf 8 Mrd. US-Dollar und wachsen schnell. Bis 2026 soll das Marktvolumen bei 28 Mrd. US-Dollar liegen, prophezeit eine Untersuchung von Quod Orbis und Liberty Specialty Markets (LSM).

Mit diesem Wachstum geht allerdings das „unvermeidliche Dilemma eines erhöhten Risikos“ einher. Das Whitepaper stellt fest, dass sich die weltweiten Kosten von Ransomware-Angriffen im Jahr 2021 auf 20 Milliarden US-Dollar beliefen, wobei die Zahl der materiellen Verstöße von 2020 bis 2021 um 20,5 % gestiegen ist. In den nächsten zwei Jahren ist ein weiterer Anstieg der Angriffe zu erwarten, da Nationalstaaten und Cyberkriminelle „immer produktiver“ werden. Laut Analyse sind 61 % der Vorstandsvorsitzenden aller Branchen laut dem Bericht besorgt über Cyber-Bedrohungen, obwohl viele Unternehmen aufgrund des Anstiegs der Geschäftskosten und Versicherungsprämien infrage stellen, ob eine Cyber-Versicherung finanziell tragbar ist.

Es gibt große Unterschiede zwischen den Ländern. Das lokale Cyber-Versicherungsangebot in Australien ist beispielsweise unterentwickelt, und die meisten australischen Unternehmen sind nach Angaben von Anwaltskanzleien unterversichert oder gar nicht versichert. Sie sind weniger bereit, Risiken zu übernehmen und die Bedingungen sind strenger, zeigt ein Bericht von Global Insurance Law Connect (GILC).

Bessere Angebote brauchen Transparenz

Generell benötige die Unternehmenswelt eine bessere Cybersicherheit und eine erschwingliche Cyberversicherung, die durch neue Technologien wie die von Gartner anerkannten Continuous Controls Monitoring (CCM)-Plattformen unterstützt wird, zeigt die LSM- und Quod Orbis-Untersuchung. Doch auch die Käufer können ihren Teil zu besseren Angeboten beitragen. „Die Transparenz darüber, wie Unternehmen auf systemische Ereignisse und Cyber-Risiken reagieren, wird das Vertrauen der Versicherer erhöhen.“ Dies werde es den Versicherern ermöglichen, die Cyber-Limits zu erhöhen und in Zukunft mehr Kapazitäten bereitzustellen. Der Zugang zu Echtzeitdaten durch Anwendungen wie die kontinuierliche Überwachung von Kontrollen bedeutet, dass die Versicherer genauere Risikoprofile erstellen können.

„Steigende Kosten für die Cybersicherheitsversicherung in Verbindung mit einer exponentiellen Zunahme von Cyberangriffen setzen die Unternehmen zunehmend unter Druck. Während sie sich mit der Digitalisierung, einer dezentralen Belegschaft, der Einführung der Cloud und Altsystemen auseinandersetzen, stehen sie vor der Herausforderung, immer raffiniertere Cyber-Angriffe zu verhindern“, schließt Martin Greenfield, CEO von Quod Orbis.

Autor: VW-Redaktion

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