Nischenmarkt Pferdeversicherung: “Der Kunde spürt, wer fachlich qualifiziert und mit Leidenschaft dabei ist”

Quelle: Bild von Kasjan Farbisz auf Pixabay

Der Weg zu dieser “Nische” war für mich relativ früh gezeichnet. Als gebürtiger Aachener und leidenschaftlicher CHIO-Besucher (ein internationales Pferdesport-Turnier) war ich schnell mit dem Pferdevirus infiziert. Meine Frau, selbst passionierte Reiterin, hat dafür gesorgt, dass ich dem Virus erlegen bin.

Unsere Pferde sind ein elementarer Bestandteil unseres Alltags. Zum einen entschied ich mich deshalb, die Pferde auch zum Zentrum meines beruflichen Alltags werden zu lassen. Zum anderen habe ich in meiner Tätigkeit als Makler festgestellt, dass die meisten “Pferdemenschen” gar nicht, oder zum Teil sehr schlecht beraten wurden. Auch die Zielgruppenansprache war nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe.

Da ich schon vorher viel in dieser Nische beraten, Vorträge zu Haftungsfragen gehalten, und ein Netzwerk aus spezialisierten Anwälten und Tierärzten habe, musst die Idee zu Reiter&Ross nur noch umgesetzt werden. Das Besondere an der “Klientel Reiter” ist, dass sie so wunderbar vielfältig ist. So wie es unterschiedliche Arten zu reiten gibt, sind auch die Menschen unterschiedlich. Das macht den Reiz aus. Aber uns eint die Liebe zu den Pferden.

Die Nische ist tatsächlich sehr klein, doch insbesondere in der letzten Zeit stelle ich fest, dass viele Berater einen ähnlichen Weg gehen wollen. Meist starten sie jedoch bei null, und nur damit sie eine Zielgruppe haben. Was natürlich aus marketingtechnischer Sicht Sinn macht. Der Kunde spürt in der Regel aber schnell, wer fachlich qualifiziert und mit Leidenschaft dabei ist, und wer nicht. Gute Mitbewerber gibt es eine Handvoll.

Operationskosten müssen berücksichtigt werden

Die größten Risiken in der Pferdehaltung sind die Haftungsrisiken, die ich als Pferdehalter bzw. Hüter trage. Mit einer guten Haftpflichtversicherung kann man die Risiken jedoch minimieren bzw. absichern. Ein weiteres Risiko sind natürlich Krankheitskosten, insbesondere die Kosten die bei Operationen entstehen. Auch dafür gibt es entsprechende Absicherungsmöglichkeiten, wobei die individuelle Situation der Pferdebesitzer und die Verwendung des Pferdes eine große Rolle spielt. Ebenso für die Pferdelebensversicherung.

Ich selber tätige deshalb keine pauschalen Aussagen was nun sinnvoll ist oder nicht. Bei vielen Freizeitreitern kann ich aber aus Erfahrung sagen, dass die Pferdehaftpflichtversicherung, und Pferde-OP-Versicherung ausreichend sind. Bei ambitionierten Reitern im Sport kann es schon wieder eine ganz andere Situation sein. Darüber hinaus sollte man natürlich an die eigene Absicherung denken. Ganz wichtig ist es zudem, eigene Rücklagen zu bilden. Wer Pferde hat, weiß was diese Kosten und das ein “Not-Taler” immer gut ist. Zusammenfassend kann man vielleicht sagen: Pferdehaftpflicht- und Pferde-OP-Versicherung halte ich für sehr wichtig, weitere Absicherungen können sinnvoll sein.

So haben wir neben der Beratung und dem Prozessmanagement einen weiteren spannenden Baustein unserer Arbeit. Da ein Großteil der Kunden, auf die wir treffen, nicht richtig bzw. mit Optimierungsbedarf versichert sind, haben wir auch noch eine spannende Mission vor uns. Was uns wichtig ist: Nicht der Preis sollte den Ausschlag geben über die Wahl der passenden Versicherung, sondern die Qualität. Und wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, stellt man fest, dass gut nicht immer gleichbedeutend mit teuer ist

Autor: Daniel Jokisch, GGF bei Reiter & Ross

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Quelle: VVW GmbH

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