Walmart will Krankenversicherungen verkaufen

Quelle: Mike Mozart / flickr / https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

Der amerikanische Einzelhändler Walmart unternimmt alles, um nicht von Amazon oder günstigen Discountern abgehängt zu werden. Er lässt immer mehr Roboter für sich arbeiten, auch eine eigene Prime-Mitgliedschaft ist geplant. Nun gründet der Handesriese einen Versicherer, um Krankenpolicen zu vertreiben.

Walmart Insurance Services LLC heißt die Tochtergesellschaft. Der Konzern hat viele Stellen für Broker ausgeschrieben. Im August 2020 soll der Verkauf, überwiegend von Krankenpolicen, beginnen. So will man mehr Kunden in Geschäfte locken bzw. sie dort länger halten.

Der Konzern hat bereits vier Pflegekliniken und kündigte an, einen „Walmart Health“-Center aufzubauen. Dort sollen Kunden mit einem Basis-Medizin und Zahncheck versorgt werden. Für Aufmerksamkeit sorgte diese Woche zudem die Meldung, dass Walmart eine Prime-Mitgliedschaft wie der Konkurrent Amazon plane. „Walmart Plus“ soll 98 US-Dollar pro Jahr kosten. Das ist günstiger als die vergleichbare Mitgliedschaft bei Amazon, die aktuell 119 Dollar pro Jahr kostet. Zu den Vorteilen der Mitgliedschaft zählen die Lieferung von Lebensmitteln noch am selben Tag, Ermäßigungen an Tankstellen und der frühzeitige Zugang zu speziellen Angeboten.

Der Lebensmittelhandel in den USA ist mit einem Volumen von mehr als 600 Milliarden Dollar Umsatz pro Jahr ein sehr attraktiver Markt für Händler. Doch dieser Markt wächst nicht mehr. Walmart verliert zudem Anteile an Lidl und Aldi und so werden andere Umsatzerlöse gesucht.

Autor: VW-Redaktion

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