Munich Re: Verdachtsfall auf Coronavirus bestätigt sich nicht

Coronavirus. Quelle: Bild von Pete Linforth auf Pixabay

Entwarnung bei der Munich Re: der Verdacht auf eine Infektion eines Mitarbeiters mit dem Coronavirus hat sich nach Angaben des Rückversicherers nicht bestätigt. „Auch in der zweiten Untersuchung hat sich der Verdacht nicht bestätigt. Wir freuen uns, dass unser Mitarbeiter wohlauf ist und die Quarantänezeit beendet werden konnte“, betonte ein Sprecher auf Anfrage von VWheute.

Angesichts der aktuellen Pandemie können nach Angaben des Rückversicherers entsprechende ERS-Policen auch weiterhin abgeschlossen werden, jedoch unter Ausschluss von Covid-19. Allerdings wird der Coronavirus nicht nur für die betroffenen Unternehmen und Versicherer zunehmend zu einem Problem. So zwingen die steigenden Infektionszahlen vor allem in Asien die Finanzmärkte zu einer neuen Risikobewertung, kommentiert Eduard Baitinger von Feri.

„Nach bereits schwachem Ausklang der Vorwoche verzeichneten deshalb die globalen Aktienmärkte zu Wochenbeginn erneut deutliche Kursabschläge. Gleichzeitig markieren die Anleihenmärkte vielfach neue Zinstiefpunkte, während der Goldpreis in Euro ein neues Allzeithoch erreichte. Vor dem Hintergrund dieser drastischen Kursmuster stellt sich die Frage, ob die heftigen Reaktionen der Märkte gerechtfertigt sind“, kommentiert der Finanzexperte.

Zum Wochenbeginn sackte der Dax in der ersten Handelsstunde um mehr als drei Prozent auf 13.079 Punkte ab. Der MDax fiel ebenfalls um mehr als drei Prozent auf 27.917 Punkte. Auch der EuroStoxx50 büßte um rund 3,5 Prozent ein. In London sank das Börsenbarometer FTSE 100 um rund drei Prozent, in Paris gab der CAC ebenfalls um rund drei Prozent nach. Die Mailänder Börse brach um etwa 4,2 Prozent ein.

Demnach seien die „jüngsten Kursverluste sind ein klares Signal dafür, dass die Gefahr einer globalen Pandemie, mit entsprechenden Folgen für die Realwirtschaft, von den Finanzmärkten neu bewertet wird. Wie weit die Korrekturen gehen können, hängt maßgeblich vom weiteren Verlauf der Epidemie ab. Hauptleidtragende des Coronavirus sind bislang Schwellenländeraktien, die gleich durch mehrere Effekte belastet werden“, betont Baitinger.

Quelle: Statista

„In der Tat hätte eine Coronavirus-Pandemie sehr negative Folgen für die Weltwirtschaft. Der ökonomische Schaden entstünde weniger durch den Krankheitserreger selbst, sondern vor allem durch die erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung. In China haben massive Quarantäneschritte das wirtschaftliche Geschehen vielfach lahmgelegt. Auch die italienische Regierung hat in der wichtigen Industrieregion Norditalien ganze Bezirke abgeriegelt. Auf globaler Ebene wären die wirtschaftlichen Folgen solcher Maßnahmen ungleich größer“, konstatiert der Feri-Experte.

In Italien hat die Generali jedenfalls schon einen Notfallplan aktiviert. Bereits vor Wochen hat der Versicherer eine Task-Force eingerichtet, um der, damals noch, theoretischen Möglichkeit eines massiven Ausbruchs in Italien Vorschub zu leisten, unter anderem wurden frühzeitig Flüge nach China und Südostasien annulliert, wie ein Sprecher des Konzerns erklärte. Die Task Force „beobachte ununterbrochen“ die Entwicklung der Situation, schreibt die Triester-Zentrale auf Anfrage.

Autor: VW-Redaktion

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