Heinz: Einige Versicherer nehmen Gesetze „nicht ernst“

BVK-Präsident Michael H. Heinz. Quelle: BVK

Warner, Mahner, Planer, all das will Michael H. Heinz in diesem Jahr sein. In einem Vorwort hat der streitbare- und -lustige BVK-Präsident seine Gedanken zum kommenden Jahr gesammelt. Seine Sicht auf die Verbindung Versicherer und Vermittler ist interessant, laut Heinz hakt es an entscheidender Stelle.

Kein selbstständiger Unternehmer kann auf Dauer erfolgreich sein, wenn sein Partner, in diesem Fall der Versicherer, schwächelt, schreibt Heinz im Branchenmagazin Versicherungs-Vermittlung (01/2020). Die Unternehmen haben laut Heinz Probleme, der Blick wird daher immer „sorgenvoller“. Das Geschäftsmodell der Unternehmen hätte trotz aller „Bemühungen“ im Bereich Digitalisierung „besonders viel Luft nach oben“, warnt Heinz.

Zudem missfällt es dem BVK-Mann, dass einige Versicherer gesetzliche Regelungen „nicht ernst“ nehmen. Als Beispiel führt er  die von der Politik kritisierten Bonifikationssysteme an, die im Verdacht stünden, Fehlanreize zu produzieren, anstatt auf auskömmliche Provisionen und Courtagen „zu setzen“. Den schwarzen Peter hätten aber die Vermittler zu tragen, was Heinz nicht weiter hinnehmen will.

Die Verbindung zwischen Vermittler und Versicherer sei eine „Symbiose“, getragen von gegenseitigem Respekt und Beistand, auch in schwierigen Zeiten, erinnert der BVK-Präsident.

Der linke Heinz?

„Wir sehen mit Sorge die wachsende Zahl von Menschen, die mit ihrem Einkommen kein Auskommen haben“, sagt Heinz. Statistiken dürften nicht darüber hinwegtäuschen, dass für die Altersvorsorge und Risikoabsicherung zu wenig übrigbleibe. Es sei wichtig, dass die Menschen auch künftig entscheiden könnten, wie sie absichern möchten. Staatliche Zwangslösungen lehne der BVK ab.

Den Vermittlern rät er zu einem selbstbewussten Blick nach vorne. „Unternehmerisch orientierte Kaufleute sind schon seit Ewigkeiten dann erfolgreich, wenn sie neuen Herausforderungen positiv-optimistisch begegnen und notwendige Veränderungen als Chance sehen“, erklärt er.

Der Verband möchte auch im Jahr 2020 nach innen Orientierung geben und nach außen soll neuen Inhalten und Werthaltungen die „Attraktivität unseres Berufes“ kommunizieren, plant Heinz.

Autor: VW-Redaktion

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