Schwacher Immobilienmarkt hinterlässt bei MLP Spuren im Entwicklungs- und Vermittlungsgeschäft

MLP wird ab Montag, den 18. März, wieder im SDax notiert sein – nach rund vier Jahren Abwesenheit. Doch dem Wieslocher Finanzdienstleister ist nicht nach Feiern zumute. Ebit und Konzernergebnis sanken im Geschäftsjahr 2023. In der Immobilienvermittlung ging es steil runter. Doch die anderen Segmente glichen das aus. Die Einnahmen aus dem Zinsgeschäft stiegen um 209 Prozent. Die Gesamterlöse kletterten auf einen Höchststand von 973 Mio. Euro nach 949 Mio. Euro im Vorjahr.

Das bereits am 1. Februar 2024 kommunizierte Ebit des MLP Konzerns für das Geschäftsjahr 2023 liegt bei 70,7 Mio. Euro. Das Unternehmen plante ursprünglich mit einem Zielkorridor von 75 bis 85 Mio. Euro für das operative Ergebnis. Und ohne die Abschreibung hätte man untere Zielkorridor erreicht, betonte MLP gestern. Angesichts der ausgeprägten Belastungen im Immobilienmarkt, die sich sowohl auf das Entwicklungs- als auch das Vermittlungsgeschäft auswirken, hatte MLP im Februar eine Firmenwertabschreibung bei der Tochter Deutschland.Immobilien in Höhe von 4,3 Mio. Euro vorgenommen. Für 2024 hält MLP bei seiner alten Ebit-Prognose fest: zwischen 75 bis 85 Mio. Euro. Für 2025 ist aber ein Anstieg vorgesehen auf 100 bis 110 Mio. Euro. Begründet wird das durch einen „weiteren Anstieg des im Konzern betreuten Vermögens“, dem fortgesetzten Aufbau des Bestands „in der Sachversicherung auf eine Größenordnung zwischen 730 und 810 Mio. Euro bis Ende 2025“ sowie einem „nachhaltigem Wachstum in allen Teilen der MLP Gruppe“. Hinzukommen könnten noch Zukäufe, schließlich sei das weiterhin „Teil der strategischen Agenda“.

Während die Erlöse aus dem Immobilienentwicklungsgeschäft aufgrund der Verwerfungen am Immobilienmarkt stark zurückgingen auf 31 Mio. Euro (VJ: 50 Mio. Euro), stiegen die Erlöse aus dem Zinsgeschäft sehr deutlich auf 66 Mio. Euro (VJ: 21 Mio. Euro). Bezogen auf die Beratungsfelder wuchs man in der Sachversicherung mit einem Plus von 15 Prozent auf 201 Mio. Euro (VJ: 174 Mio. Euro) am deutlichsten. Dazu haben laut MLP das Privatkundengeschäft als auch das Assekuradeur- und Industriemaklergeschäft beigetragen. In der Krankenversicherung erzielte MLP einen Anstieg von 8 Prozent auf 60 Mio. Euro (VJ: 56 Mio. Euro). Die Beratungsfelder Vermögensmanagement und Altersvorsorge blieb mit 308 Mio. Euro (VJ: 317 Mio. Euro) bzw. 234 Mio. Euro (VJ: 229 Mio. Euro) konstant. In der Immobilienvermittlung sanken die Erlöse deutlich von 20 Mio. Euro (VJ: 38 Mio. Euro) und in der Finanzierung auf 14 Mio. Euro (VJ: 22 Mio. Euro).

Das Konzernergebnis lag 2023 bei 44,1 Mio. Euro (VJ: 48,6 Mio. Euro). Die Vermittlerzahl sank leicht, von 2.100 auf 2.055. Allerdings werden noch 122 Trainees in den Beraterstatus wechseln.

Autor: VW-Redaktion

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