BE Group bereitet Übernahme von Versicherer Ageas vor

Ob in Europa oder in Asien - Ageas ist auf vielen Märkten Marktführer. (Quelle: Daniel Resende / flickr /https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/)

In Europa gehört das niederländische Assekuranzhaus Ageas zu den Top-20-Versicherern. In Belgien, Portugal und Luxemburg zählt man im Lebengeschäft zu den Marktführern. In China ist Ageas zweitgrößter ausländischer Versicherer. Diese Stellungsmacht scheint in Zukunft viel Geld zu bringen, sodass die Investorengruppe BE Group einen Übernahmeversuch startet – zum zweiten Mal.

Die Ageas Holding entstand nach der Finanzkrise 2008 aus dem ehemaligen belgisch-niederländischen Finanzkonzern der Fortis Gruppe. Die Umbenennung von Fortis in Ageas erfolgte am 30. April 2010. Ageas vertreibt seine Produkte unter zahlreichen Marken wie Agallis, AKSigorta, eTiQa und UBI Assicurazion. Das Unternehmen hat über 45.000 Mitarbeiter und einen Börsenwert 9 Mrd. Euro.

Es scheint noch unklar, ob die Investorengruppe BE Group diese Summe stemmen kann. Es wäre ein großes Geschäft für das Konsortium, das noch nie eine Transaktion dieser Größenordnung angekündigt hat. Zu den Geldgebern der BE Group gehören der ehemalige Banker Mark Pensaert von Lazard Ltd., der jetzt Mitglied des Aufsichtsrates der Rabobank NA ist, und Alexandre Kartalis, ein Direktor der Investmentfirma Advanced Credit Solutions.

Ageas hatte bereits im September 2020 ein Angebot von der BE Group erhalten und nach einer gründlichen Analyse beschlossen, sich nicht zu engagieren. Ageas wird zwar aufgrund seiner Präsenz in Asien als ein attraktives und günstiges Kaufangebot angesehen, hat aber mit den gleichen Problemen zu kämpfen wie andere Versicherer, darunter niedrige Zinsen und die wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie.

Eine Übernahme würde wahrscheinlich die Unterstützung des chinesischen Konglomerats Fosun International Ltd. benötigen. Der belgische Versicherer teilte im September mit, dass Fosun seinen Anteil an Ageas auf knapp über 10 % erhöht hat.

Autor: VW-Redaktion

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