Plant die Nürnberger den Radikalumbau des Vertriebes?

Konzernzentrale der Nürnberger. Quelle: Nürnberger

Neues von der Nürnberger: Der fränkische Versicherungskonzern will seinen Vertrieb offensichtlich gravierend umbauen. Demnach sollen die noch verbliebenen 14 bundesweiten Bezirksdirektionsstandorte geschlossen werden. Die Makler, Mehrfachagenten und auch die Generalagenten (Ausschließlichkeitsvertreter) sollen dann direkt von Nürnberg aus betreut werden, berichtet das Finanzmagazin Procontra-online.

Auf Anfrage von VWheute erklärt der fränkische Versicherer dazu: „Eine ausgezeichnete Kunden- und Vermittlerzufriedenheit ist das übergeordnete Ziel der Nürnberger. Mit Hilfe des Projekts ‚Vertrieb neu denken‘ soll deshalb der Vertrieb in den nächsten Jahren so aufgestellt werden, dass eine effiziente, ausschließlich am Bedarf der Vermittler ausgerichtete Aufbau- und Ablauforganisation entsteht, die den Vertriebserfolg fördert und Kosten reduziert“.

Daher soll künftig „die Vertriebsorganisation der Vertriebswege M/MGA und Generalagenturen ohne dezentrale Geschäftsstellen/Bezirksdirektionen durchgeführt werden. Vertriebliche und vertriebsunterstützende Funktionen sollen zentralisiert werden. Der Vertriebsweg Autohaus wird im Zuge eines Betriebsübergangs in eine Vertriebsgesellschaft mit Standorten ausgelagert“.

Laut Bericht sollen zudem etwa 120 Mitarbeiter von der Schließung der Bezirksdirektionen sein. Diesen sei zwar ein Arbeitsplatz in der Nürnberger Konzernzentrale angeboten worden. Da erwartungsgemäß aber nicht alle betroffenen Mitarbeiter umziehen werden, soll etwa die Hälfte der Stellen sozialverträglich abgebaut werden, berichtet das Finanzmagazin zudem unter Berufung auf Mitarbeiterkreise.

Die Vertriebsleiter sollen zudem wegen mangelnder Büros dauerhaft „draußen“ zwischen den von ihnen betreuten Vermittlerbetrieben unterwegs sein, heißt es weiter. „Die konkrete Ausgestaltung wird derzeit noch erarbeitet und in den nächsten Wochen zwischen Unternehmensleitung und Mitbestimmungsgremien verhandelt. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass während dieser Zeit keine Einzelheiten kommuniziert werden können“, erklärt die Nürnberger weiter.

Ein Unternehmenssprecher begründete die Maßnahme gegenüber Procontra-online damit, „dass der Vertrieb in den nächsten Jahren so aufgestellt werden soll, dass eine effiziente, ausschließlich am Bedarf der Vermittler ausgerichtete Aufbau- und Ablauforganisation entsteht, die den Vertriebserfolg fördert und Kosten reduziert“.

Die Nürnberger hatte laut Bericht bereits im Rahmen ihrer Umstrukturierungsmaßnahme „Vertrieb 2015“ die Anzahl der Bezirksdirektionen stark reduziert und die darüber angeordnete Organisationsebene der sieben Vertriebsdirektionen komplett abgebaut.

Autor: VW-Redaktion

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