Vermittler und Verbraucherschützer liegen bei Kostendeckel über Kreuz, GDV weiter gegen Beratungspflicht

Die Reform der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge nimmt Fahrt auf – und im Vorfeld der wichtigen Anhörung im Finanzausschuss ist nun noch einmal deutlich geworden, dass die Interessen von Vermittlern und Verbraucherschützern weit auseinanderliegen: Während der Branchenverband AfW einen möglichen Kostendeckel von 1,5 Prozent beim geplanten Standardprodukt als zu hoch kritisiert, fordert die Finanztip-Stiftung eine deutlich strengere Begrenzung auf 0,5 Prozent. Unterdessen bekräftigt der Versichererverband GDV seine Forderung nach einem Wegfall der Beratungspflicht beim Standardprodukt – und setzt sich damit über den Widerstand der Vermittler hinweg.

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Kritik an Altersvorsorgereform: Vermittler warnen vor Qualitätsverlust

Am morgigen Donnerstag debattiert der Bundestag in erster Lesung über das neue Altersvorsorgereformgesetz (BT-Drucksache 21/4088). Während das Ziel einer gestärkten privaten Vorsorge fraktionsübergreifend Zustimmung findet, kommt aus der Praxis deutliche Kritik. Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute sieht durch die aktuellen Pläne den Verbraucherschutz und die Beratungsqualität in Gefahr.

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