Finanzexperte Weinmann hadert mit Altersvorsorgedepot: „Stellen Sie sich vor, die gesetzliche Rentenversicherung würde mit 85 Jahren die Zahlung einstellen“

Die Lebensversicherung werde „jetzt vom Sockel gestoßen“, kommentiert Finanzwissenschaftler Hermann Weinmann die Reform der geförderten privaten Altersvorsorge – wozu auch ein „Eigenverschulden“ der Branche beigetragen habe, wie er in einem Interview hinzufügt. Dass eine lebenslange Rente kein zwingend förderwürdiges Kriterium mehr ist, bedauert Weinmann. Mit Blick auf das geplante Altersvorsorgedepot wähnt er Versicherer mit eigener Fondsgesellschaft im Vorteil – diese könnten künftig „aus allen Rohren schießen“. Als große Reform-Verlierer sieht der Finanzexperte die Versicherungsvermittler, womöglich drohe ein „Vermittlerproletariat“.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!

Weiterlesen

Vermittler und Verbraucherschützer liegen bei Kostendeckel über Kreuz, GDV weiter gegen Beratungspflicht

Die Reform der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge nimmt Fahrt auf – und im Vorfeld der wichtigen Anhörung im Finanzausschuss ist nun noch einmal deutlich geworden, dass die Interessen von Vermittlern und Verbraucherschützern weit auseinanderliegen: Während der Branchenverband AfW einen möglichen Kostendeckel von 1,5 Prozent beim geplanten Standardprodukt als zu hoch kritisiert, fordert die Finanztip-Stiftung eine deutlich strengere Begrenzung auf 0,5 Prozent. Unterdessen bekräftigt der Versichererverband GDV seine Forderung nach einem Wegfall der Beratungspflicht beim Standardprodukt – und setzt sich damit über den Widerstand der Vermittler hinweg.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!

Weiterlesen

Kritik an Altersvorsorgereform: Vermittler warnen vor Qualitätsverlust

Am morgigen Donnerstag debattiert der Bundestag in erster Lesung über das neue Altersvorsorgereformgesetz (BT-Drucksache 21/4088). Während das Ziel einer gestärkten privaten Vorsorge fraktionsübergreifend Zustimmung findet, kommt aus der Praxis deutliche Kritik. Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute sieht durch die aktuellen Pläne den Verbraucherschutz und die Beratungsqualität in Gefahr.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!

Weiterlesen