Michael Hendriks verlässt PIB

Michael Hendriks verlässt PIB. Bildquelle: PIB

Bei der PIB Group Deutschland kommt es zu einem Wechsel an der Unternehmensspitze. CEO Michael Hendriks tritt von seiner Position zurück und verlässt die Gruppe. Er wechselte 2025 von Aon zum Makleraufkäufer. Vor seiner Berufung zum Deutschlandchef arbeitete er als Chief Commercial Officer. Hendriks Nachfolge übernimmt Michael Grassée. Der Personalwechsel erfolgt im Zuge einer Umstrukturierung der europäischen Organisationsabläufe der Gruppe.

Michael Grassée übernimmt das Deutschlandgeschäft von PIB und soll die strategische Weiterentwicklung der deutschen Aktivitäten vorantreiben, heißt es in einer Mitteilung. In seiner Funktion leitet er künftig die strategische und operative Führung der Töchter SG Iffoxx, Agrar Versicherungsservice, Contego und Hector.

Grassée ist seit über 30 Jahren im deutschen Versicherungssektor tätig, unter anderem in Führungspositionen bei Auto Fleet Control, W. R. Berkley und QBE mit Schwerpunkt auf Kfz- und Flottenversicherungen. Im Jahr 2022 begleitete er die Gründung von Hector und ist heute dessen Geschäftsführer. Das Unternehmen wurde 2024 von der PIB Group übernommen.

Hendriks war vor seiner Zeit als Leiter des Deutschlandgeschäfts als Chief Commercial Officer für Europa bei der PIB Group tätig. Der ausgebildete Jurist und Rechtsanwalt verbrachte den Großteil seiner Laufbahn beim Großmakler Aon in Deutschland, dem er 2005 beitrat. In den folgenden Jahren arbeitete er sich kontinuierlich nach oben und bekleidete verschiedene Führungsfunktionen. Unter anderem führte er Regionalzentren, den überregionalen Vertrieb sowie das Specialty-Geschäft. 2018 wurde Hendriks zum Chief Commercial Officer von Aon Risk Solutions befördert, bevor er 2021 in die Geschäftsführung von Aon Deutschland aufstieg. Zuvor war er dort bereits als Chief Relationship Officer und Managing Director tätig gewesen.

Der Personalwechsel erfolgt im Zuge einer Umstrukturierung der europäischen Organisationsabläufe der Gruppe, berichtet PIB. Künftig berichten die europäischen Ländergesellschaften, darunter auch die deutsche Einheit, direkt an den Chief Growth Officer der PIB Group, Ryan Brown.

Zum deutschen Portfolio zählen unter anderem SG Iffoxx, MarxRe, Agrar Versicherungsservice, Contego, Hector, Acquinex und Litica. Inhaltlich reicht die Bandbreite von Cyberversicherungen, M&A-Transaktionslösungen und Financial-Lines-Produkten über fakultative Rückversicherung für erneuerbare Energien bis hin zu MGA-Lösungen für Kfz-Flotten und der Absicherung landwirtschaftlicher Großrisiken. Große Coups gelangen PIB in der jungen Vergangenheit nicht. Der Markt für Zukäufe gilt aktuell als schwierig.

Hinter der PIB Group stehen die Private-Equity-Gesellschaften Apax Funds und The Carlyle Group. Seit der Gründung im Jahr 2015 verfolgt der britische Makleraufkäufer eine Buy-and-Build-Strategie. Ursprünglich auf den Heimatmarkt fokussiert, treibt PIB seit einigen Jahren die Expansion auf dem europäischen Kontinent voran. Heute ist das auf mittelständische Kunden ausgerichtete Unternehmen neben dem Vereinigten Königreich unter anderem in Irland, Deutschland, Spanien, Portugal, Italien, Frankreich, den Niederlanden, Dänemark, Polen und Rumänien aktiv.

Autor: VW-Redaktion