Versicherer brauchen Gigabit-Internet um die Digitalisierung voll auszuschöpfen

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Um bei der Digitalisierung vorne dabei zu sein, ist schnelles und stabiles Internet die absolute Grundvoraussetzung. Einzig Glasfaser liefert eine ausfallsichere Internetinfrastruktur, die jederzeit genügend Bandbreite für alle Bedürfnisse bereitstellt ‒ auf Kunden- und Unternehmensseite. Stellt sich nun die Frage, wie sicher dieses schnelle Netz ist.

Noch vor wenigen Jahren waren der Besuch von Filialen und das persönliche Gespräch mit dem eigenen Berater die wichtigsten Kontaktpunkte im Banken- und Versicherungswesen. Mittlerweile möchten immer mehr Kunden ihre Finanz- und Versicherungsgeschäfte orts- und zeitunabhängig tätigen. Dabei greifen sie auf Kanäle und Geräte zurück, die sie aus ihrem Privatleben gewohnt sind, z. B. Messenger-Dienste auf Smartphones und Tablets. In diesem Zuge haben Zahlungs-Apps und reine Internetbanken den Finanzsektor bereits nachhaltig verändert. Besonders branchenfremde FinTech- oder VentureTech-Wettbewerber sowie Direktbanken treiben den digitalen Wandel voran.

Wettbewerbsfähigkeit dank moderner IT

Um neue Marktpotenziale auszuschöpfen, investieren Banken und Versicherungen immer mehr in innovative IT-Anwendungen. Dies gilt insbesondere in Zeiten, in denen Zahlungen und Transaktionen immer häufiger über neue Marktteilnehmer abgewickelt werden: Nicht nur mittels Payment-Services von Technologiekonzernen wie Google oder Apple, sondern auch über Bezahlfunktionen von Handelsketten, die z. B. das Bonussystem Payback anbietet. Obwohl die meisten Unternehmen inzwischen digital aktiv sind, werden Innovationen noch zu oft durch veraltete IT und komplizierte Infrastrukturen ausgebremst. Die Krux liegt häufig in den Bandbreiten: Um Onlineservices unternehmensweit für Kunden sowie Mitarbeiter einzuführen und dafür moderne IT-Anwendungen einzurichten, reichen die gewohnten Übertragungsgeschwindigkeiten selten aus. Dafür braucht es Highspeed-Internet im Gigabitbereich, die einzig ein Glasfaseranschluss direkt ins Gebäude (Fiber to the Home/Building bzw. FTTH/B) leisten kann. 

Das Rückgrat der digitalen Revolution im Banken- und Versicherungssektor bildet also eine grundlegende Veränderung der Telekommunikationsinfrastruktur mit Internetanschlüssen, die Gigabit-Geschwindigkeiten und extrem geringe Verzögerungen bei der Signalübertragung ermöglichen. Glasfaseranschlüsse, beispielsweise vom Geschäftskundenspezialisten 1&1 Versatel, stehen hierbei im Rennen um die schnellsten Übertragungsraten auf der „Poleposition‟: Hiermit werden Internetgeschwindigkeiten von bis zu 100 GBit/s – also 100.000 MBit/s – erreicht. Glasfaser ist damit die einzige Technologie, die alle aktuellen und künftigen Bedarfe abdeckt und dabei schnell skalierbar ist. Kupferleitungen, dazu zählt auch das vielerorts vorangetriebene Vectoring, können die steigende Nachfrage nach Highspeed nur kurzfristig stillen. Selbst mit dem Supervectoring-Verfahren sind nur Bandbreiten von bis zu maximal 250 MBit/s möglich. Die Koaxialnetze der Kabelanbieter mit maximal 1 GBit/s im Download sind ebenfalls keine zukunftsfähige Lösung.

Produktivitätssteigerung durch glasfaserbasierte Infrastruktur

Eine effiziente IT ist die beste Antwort auf den allgemeinen Kostendruck und die zunehmende Anzahl der Wettbewerber im Markt: Überholte IT wird abgebaut und die bisherige Infrastruktur konsolidiert. Dank eines Glasfaser-Hausanschlusses können beispielsweise alte Teilnehmeranschlussleitungen gekündigt und Kosten gespart werden.

Das Bündeln von IT-Insellösungen über einen einzigen Glasfaseranschluss reduziert zudem die Komplexität der Infrastruktur um ein Vielfaches. Stabile, störungsfreie Leitungen, weniger Supportanfragen und schnellere Verbindungen ermöglichen es also, signifikante Kosten – gerade in Zeiten von Niedrigzinsen – einzusparen. Basierend auf einem Glasfaseranschluss bietet der Telekommunikationsanbieter 1&1 Versatel seinen Kunden einen Multiservice an, bei dem die Dienste Voice, Internet und VPN über eine Leitung – bei Bedarf auch redundant – verfügbar sind.

Dabei kann der Kunde selbst entscheiden, welche Dienste er haben möchte und wie viel Bandbreite er dafür benötigt. Je nach Bedarf können weitere Kommunikationsdienste flexibel hinzugeschaltet werden. Zudem sind die IT-Ressourcen über eine glasfaserbasierte Infrastructure-as-a-Service fast beliebig skalierbar, reagieren also bei Belastungsspitzen performant und erzeugen bei Leerzeiten keine unnötigen Kosten. Da Glasfaser im Gegensatz zu Kupferleitungen keine Störstrahlungen sendet, ist die Qualität der Verbindungen außerdem deutlich höher.

Sichere Netze und verschlüsselte Verbindungen

Gerade wenn es um sehr sensible Finanzdaten geht, ist der Sicherheitsaspekt mit am wichtigsten. Cyberrisiken haben in den letzten Jahren erheblich zugenommen und der Schutz von IT-Systemen und darauf gespeicherten Kundendaten hat oberste Priorität. Dabei minimieren einheitliche Firmennetzwerke die Gefahr von Cyberangriffen. Offene, verschlüsselte Internetverbindungen und hochsichere MPLS-VPN-Anbindungen sollten nicht ohne eine leistungsfähige Overlay-Struktur (z. B. in Form von SD-WAN) vermischt werden, um Klarheit über den Sicherheitsstatus des Gesamtsystems zu behalten.   

Um die Sicherheit zu erhöhen, werden meist verschiedene Netze für Kunden, Bankautomaten, Unternehmensinterna oder Sicherheits- und Alarmsysteme verwendet. Alle Systeme müssen parallel und maximal stabil laufen. Das heißt, kein Dienst darf Zugriff oder Auswirkungen auf einen anderen haben. So ist im Ernstfall gewährleistet, dass nur ein Dienst ausfällt und nicht alle auf einmal betroffen sind.

Eine Glasfaserinfrastruktur bietet optimale Voraussetzungen für getrennte Netze, z. B. durch die Einrichtung von Virtual Local Area Networks (VLAN) oder die Terminierung von Sprache, Internet oder Firmendaten über verschiedene Dienste-Router, sodass bei einem Hardware-Ausfall die anderen Dienste problemlos weiter funktionieren. Backup-Systeme über getrennte Access-Technologien (z. B. VDSL oder LTE) ermöglichen ein zusätzliches Maß an Ausfallsicherheit.

Fazit: Die digitale Anbindung der Kunden und Mitarbeiter auf dem Weg zu einer personalisierten Kundenreise im Banken- und Versicherungswesen gelingt am besten mit einer Bandbreite im Gigabitbereich. So können langfristig Kosteneinsparungen, Effizienzsteigerung, hohe Kundenanforderungen und IT-Sicherheit miteinander vereint werden.

Autor: Sören Trebst, Vorsitzender der Geschäftsführung von 1&1 Versatel

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