China: Pacific Insurance geht an die Londoner Börse

Das Hauptquartier von Pacific Insurance in Schanghai. Quelle: hy

Der in Schanghai ansässige chinesischer Versicherer Pacific Insurance Group will an die Londoner Börse gehen. Vor einigen Tagen wurde von dem Unternehmen mitgeteilt, dass man der Londoner Börse die Emissionsabsicht über Ausgabe von Global Depository Receipts (GDR) erklärt hatte.

GDR ist ein verbrieftes Recht für Investoren, Anteile zu erwerben. Die Ausgabe des Scheins erleichtert insbesondere Börsengang an einer Börse im Ausland. Die chinesische Finanzaufsicht CBRC soll dem Plan von Pacific Insurance zugestimmt haben. Nach einer Vereinbarung zwischen Schanghaier und Londoner Börsen im Juni 2019 können sich Unternehmen aus dem jeweiligen Land über die Herausgabe von GDR an den beiden Börsen notieren lassen.

Im letzten September hat ein provisorisch einberufene Hauptversammlung über das Vorhaben abgestimmt. 94,2 Prozent der Aktieninhaber haben dafür gestimmt, während nur 3,9 Prozent und 1,8 Prozent dagegen bzw. mit Enthaltung gestimmt haben. Das Unternehmen plant bei dem Börsengang, bis höchstens 113 Mio. GDR herauszugeben. Ein GDR soll Besitz von fünf Stück Pacific Aktien entsprechen.

In der Absichtserklärung an die Londoner Börse wurden UBS Bank, Huatai Security Co., HSBC Bank und China International Capital Cooperation als Koordinatoren und Verwalter genannt. Swiss Re soll bereits die Absicht geäußert haben, bis zu 1,5 Prozent von Pacific-GDR zu kaufen. Außerdem sollen Unternehmensangaben zufolge mehr als zehn international namhafte Firmen als Anker-Investoren entsprechende Kaufabsichten geäußert haben. „Von den guten potentiellen Investoren suchen wir die besten aus“, wird der Chef von Pacific, Kong Qingwei, zitiert.

Als entscheidenden Grund des Börsengangs gab Pacific die Umsetzung der Strategie der Internationalisierung an. In der Tat hört man vom internen Kreis des Unternehmens, dass man über ausreichendes Geld verfüge und damit auf die Anschaffung von zusätzlichem Kapital ziele. Kong Qingwei erklärte zudem, dass man durch den Börsengang die Besitzstrukturen und das Management des Unternehmens optimieren wolle. Die größten Besitzer sind bisher staatliche Unternehmen. Zudem sollen damit die Geschäfte auf den internationalen Märkten weiter vorangetrieben werden, erläutert Kong.

Die Pacific Insurance ist der zweitgrößte Sachversicherer und drittgrößte Lebensversicherer in China. Das Unternehmen unterhält eine Gemeinschaftsgesellschaft für Krankenversicherung mit der Allianz.

Autor: Heng Yan

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